Geschichte

Zeittafel
Dampflok 99 6001-4

Zeittafel zur Geschichte der Selketalbahn


Die Zeittafel bietet in Kurzfassung einen Überblick über die wichtigsten Ereignisse im Zusammenhang mit der Selketalbahn.
Wer sich näher für die Geschichte der ältesten Schmalspurbahn im Harz interessiert, dem empfehlen wir die Lektüre von diversen Büchern und Broschüren (siehe Literatur).

1880 1900 1920 1940 1960 1980 2000


Datum

Ereignis
10.05.1886 Gründung der Gernrode-Harzgeroder Eisenbahn-Gesellschaft (GHE), inoffizielle Bezeichnung "Selketalbahn" und "Anhaltische Harzbahn".
22.09.1886 Beginn des Bahnbaus durch Hostmann & Co. Hannover.
14.03.1887 Veröffentlichung der Konzession zum Betrieb der Bahn, worin unter anderem in Anlehnung an die Feldabahn in Thüringen die Spurweite mit 1000 mm festgelegt ist
1887 Beschaffung von sechs Naßdampfmaschinen Cn2t, geliefert von der Firma Henschel in Kassel, bezeichnet nach dem Flüßchen sowie den Anliegerorten als "Selke" "Gernrode", "Harzgerode", "Güntersberge", "Alexisbad" und "Hasselfelde".
07.08.1887 Eröffnung des ersten Abschnitts Gernrode – Mägdesprung
01.07.1888 Eröffnung des Abschnitts Mägdesprung – Alexisbad – Harzgerode
01.07.1889 Eröffnung des Abschnitts Alexisbad – Silberhütte
18.11.1889 Eröffnung des Abschnitts Silberhütte – Lindenberg
01.06.1890 Eröffnung des Abschnitts Lindenberg – Güntersberge
01.12.1891 nach Vertrag mit Fürstentum Braunschweig und Streckenverlängerung Eröffnung des Abschnitts Güntersberge – Stiege
01.05.1892 Eröffnung des Abschnitts Stiege – Hasselfelde
1905 Beschaffung von drei Mallet-Lokomotiven B'Bn4vt bei der Firma Borsig, bezeichnet nach den durchfahrenen Ländern "Anhalt", "Preußen" und "Braunschweig".
15.07.1905 Eröffnung des mit finanzieller Unterstützung der NWE erbauten Abschnitts Stiege – Eisfelder Talmühle als Verbindung zur Harzquerbahn der NWE
1908 Ablösung der Heberlein-Seilzugbremse durch Umrüstung auf Saugluftbremse Bauart Körting bei allen Fahrzeugen.
Eine Geschäftsanalyse der GHE durch den Landtag von Sachsen-Anhalt bringt die Erkenntnis, daß die Selketalbahn ein aufsteigendes Unternehmen sei.
1909 Abschluß umfangreicher Ausbesserungsarbeiten an Gleislage (z.B. Begradigung durch Verringerung von Bogenradien), Schienen und Schwellen
1910 Angleichung des Fahrplanes an den der Staatsbahn. Beginn des Verkaufes durchgehender Sonntagsrückfahrkarten Berlin – Alexisbad.
1912 Nach weiteren Beschaffungen verfügt die GHE über einen Bestand von 34 Reisezugwagen, davon 12 Sommerwagen.
1914 Die drei Mallet-Lokomotiven und 25 offene Wagen werden durch die Heeresfeldbahn eingezogen. Die Loks kehren nach Einsatz in Frankreich während des I. Weltkriegs nicht wieder zur GHE zurück.
1914 Aufkauf einer Naßdampflok Dn2t, genant "Bulle" von den Ruhr-Lippe Kleinbahnen zur Absicherung des steigenden Güterverkehrs; wegen der Zugkraft erhält die Lok GHE 20 den Spitznamen "Bulle"
22.09.1920 Gründung der Anhaltischen Landeseisenbahngesellschaft (ALE) in Dessau und Beitritt der GHE zum Zweck der Konkursabwendung infolge der Inflation.
1923 Einstellung des Betriebs auf dem Streckenabschnitt Stiege – Eisfelder Talmühle ab Herbst 1923 bis Dezember 1924 infolge der von der Weltwirtschaftskrise hervorgerufenen wirtschaftlichen Lage
24.02.1925 Eröffnung von Kraftverkehrslinien durch die GHE, später werden mit vier Bussen 8 Linien betrieben.
1928 Kauf von zwei Eh2t Heißdampflokomotiven (GHE Nr. 21 und 22) von Orenstein & Koppel, damit ist der Höchstbestand von 9 Loks erreicht.
26.06.1928 Probefahrt des Schienenraketentriebwagens Eisfeld-Valier zwischen Stiege und Birkenmoor mit 210 km/h Spitzengeschwindigkeit.
1931 Die GHE führt nach der Inflation Sparmaßnahmen zur Senkung der Betriebs- und Personalkosten ein.
1933 Kauf des Dieseltriebwagens GHE T1 von der Waggonfabrik Dessau.
15.05.1934 Erster Einsatz des Triebwagens GHE T1 auf dem schwach frequentierten Abschnitt Alexisbad – Stiege.
1939 Mit Ausbruch des 2. Weltkrieges werden 10% der Belegschaft zum Militärdienst eingezogen. Der Güterverkehr ist zunächst rückläufig.
1940 Verhandlungen mit der NWE zur Übernahme des unrentablen Abschnittes Hasselfelde – Eisfelder Talmühle, die am Ende wegen Uneinigkeit über die Kosten nicht zustande kommt.
1942 Fusion der GHE mit der Dessau-Wörlitzer Eisenbahn zur Verbesserung des Betriebsergebnisses. Die Beförderungsleistungen steigen während des Krieges wieder an.
1943 Bau und Inbetriebnahme des Anschlußgleises zum Herzogschacht bei Lindenberg (1,5 km Länge)

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Datum

Ereignis
11.04.1945 Einrücken der US-Armee in Gernrode. Einstellung des Zugverkehrs infolge der Kriegseinwirkungen
04.05.1945 Wiederaufnahme des Zugverkehrs mit Eigentumszeichen der US-Truppen.
Juli 1945 Eisfelder Talmühle wird Grenzstation zwischen russischer und englischer Zone.
23.07.1945 Übernahme der Gebiete um die Selketalbahn in die Sowjetische Besatzungszone. Kennzeichnung der Fahrzeuge mit dem Eigentumszeichen der neuen Besatzungsmacht.
1946 Auflassung des Haltepunktes Osterteich.
06.04.1946 Beginn des Abbaus der Gleisanlagen der GHE im Rahmen von Wiedergutmachungsleistungen. Dazu gehört auch die Abfuhr sämtlicher Betriebsmittel. Nur die Lok "Gernrode" und der GHE T1 (im Bahnhof Eisfelder Talmühle abgestellt) sowie sehr wenige Güterwagen verbleiben im Bestand der GHE.
Der Abschnitt Hasselfelde – Stiege – Eisfelder Talmühle bleibt wegen anstehender Holztransporte für Rußland erhalten. Ebenso wird der Anschluß zum Herzogschacht aus Reparationsgründen nicht abgebaut.
15.04.1946 Der Abschnitt Eisfelder Talmühle – Hasselfelde wird zur Betriebsführung bis auf weiteres der NWE übertragen. Die formelle Verfügung erfolgt erst zum 01.01.1949.
30.06.1946 Überführung der verbliebenen Gebäude, Anlagen der GHE in das Eigentum des Landes Sachsen-Anhalt
01.10.1946 Beginn des teilweisen Wiederaufbaus der GHE; als Bauzuglok wurde von der NWE die Lok NWE 3 (99 5803) angemietet
01.04.1949 Übergabe der Betriebsführung und Nutzungsrechte an die Deutsche Wirtschaftskommission Generaldirektion Reichsbahn entsprechen der "Anordnung betreffend Übernahme des Betriebs von nicht reichsbahneigenen Eisenbahnen des öffentlichen Verkehrs durch die Deutsche Wirtschaftskommission - Generaldirektion Reichsbahn Vom 9. März 1949 [ZVOBl. I, S. 183]".
1952 Eingemeindung von Lindenberg nach Straßberg und Umbenennung des Bahnhofes in Straßberg
1956 Nach der Beschaffung von 17 Neubauloks der Baureihe 9923-24 für die Harzquerbahn werden die dort vorhandenen Mallet-Loks 99 5903 - 99 5906 nach Gernrode umgesetzt und sichern somit den steigenden Zugverkehr ab.
1958 Ende des Planeinsatzes des GHE T1 (VT 133 522)
01.10.1959 Einführung des Vereinfachten Nebenbahndienstes (VND) auf der Selketalbahn (außer Hasselfelde"Eisfelder Talmühle); Der Bahnhof Silberhütte bleibt unbesetzt.
1960 Die Strecke Eisfelder Talmühle – Stiege ist für Neubauloks 9923-24 ausgebaut.
1963 Außerdienststellung des GHE T1 (VT 133 522), Umbau zum Hilfszugwagen
Dez 63 Erstmaliger Einsatz von Lok 99 6001 im Selketal
1965 Die Lok "Gernrode", die älteste der Selketalbahn, wird abgestellt.
Aufbau des Umladekranes in Gernrode
1966 Festlegung der Stillegung der Selketalbahn bis Beginn der 1970er im Generalverkehrsplan der DDR
1967 Die Lok "Gernrode" wird verschrottet.
31.10.1968 Ende des Fahrkartenverkaufes in Mägdesprung, Der Bahnhof bleibt unbesetzt, das Gebäude wird jedoch weiter bewirtschaftet.
1971 Der Lokschuppen in Harzgerode wird durch den VEB Kraftverkehr Ballenstedt übernommen und als Bushalle weiter genutzt.
Lok 99 5905 wird wegen Zylinderschaden abgestellt.
05.09.1972 Beschluß des Ministers für Verkehrswesen zum funktionstüchtigen Erhalt der Selketalbahn als technisches Denkmal einschließlich des Wiederaufbaus Straßberg – Stiege.
1973 Beginn der umfangreichen Oberbauerneuerung, nachdem der weitere Erhalz der Bahn beschlossen war.
1974 Aus Anlaß des 75jährigen Bestehens der Harzquerbahn wird ein Traditionszug zusammengestellt. Die Mallet-Loks 99 5903 und 99 5901 (als Reserve) erhälten zwecks Einsatz vor dem Traditionszug an den Wasserkästen und in halber Höhe am Führerhaus einen grünen Anstrich (nicht historisch korrekt).
Der Traditionszug kam nach den Feierlichkeiten jeweils im Sommer zu Sonderfahrten für den Feriendienst des FDGB auf der Harzquerbahn zum Einsatz.
1974 Mallet-Lok 99 5905 wird ausgemustert und verschrottet.
04.10.1974 Bei Drahtzug ereignet sich wegen Spurerweiterung ein schwerer Unfall. Vier Wagen entgleisen und stürzen um. Zuglok war die 99 5903.
Ein Reisezugwagen und ein kombinierter Reisezug-/Gepäckwagen werden verschrottet.
Nach dem Unfall beginnen umfangreiche Arbeiten zur Sanierung des vernachlässigten Oberbaus.
Unterbrechung des Zugverkehrs bis zum 30.04.1975.
01.05.1975 Wiederaufnahme des Zugverkehrs nach dem Unfall vom 04.10.1974
erstmaliger Einsatz von Reisezugwagen in der Farbgebung Rot/Elfenbein, wie sie seit 1974 bereits auf der Harzquerbahn eingesetzt wurden
1977 Die DR führt auf den Harzquerbahn und auf der Strecke Hasselfelde"Eisfelder Talmühle den Vereinfachten Nebenbahndienst (VND) ein.
10.03.1977 Auf Grund nicht angeschlossener Bremsen gerät eine 12 Achsen starke Rangierabteilung (mit Aluminiumrohlingen beladene offene Güterwagen) mit der Lok 99 5903 in Harzgerode auf die freie Strecke. Der Zug entgleist infolge der hohen Geschwindigkeit im Gleisbogen kurz vor dem Bahnübergang mit der Fernstraße 242.
29.04.1977 Bergung der am 10.03.1977 verunglückten Lok 99 5903 über ein extra verlegtes Hilfsgleis
1978 Auflassung des Haltepunktes Unterberg
November 1979 Mallet-Lok 99 5904 wird nach mehrjähriger Stillstandszeit wieder instand gesetzt und in den Plandienst übernommen.

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1880 1900 1920 1940 1960 1980 2000


Datum

Ereignis
1980 Einführung des Bahnfunks auf den Harzer Schmalspurbahnen zur Abwicklung der für den VND notwendigen Kommunikation zwischen Zugleiter (Dispatcher) und Zugpersonal
1981/1982 Beginn erster forstwirtschaftlicher Arbeiten (Freischneiden) zwischen Straßberg und Stiege in Vorbereitung des Wiederaufbaus der 1946 als Reparationsleistung an die Sowjetunion abgebauten Strec,
Vermessung der Trasse
Grund für den Wiederaufbau ist ein täglicher Bedarf von 150 t – 170 t Braunkohle für das entstehende Heizwerk Silberhütte und das zu geringe Lichtraumprofil für den Rollwagenverkehr ab Gernrode.
09/1982 Von der Selkebrücke (km 28,0, ehem. Anschluss Herzogschacht) aus beginnen Beschäftigte des VEB Tiefbau Halle, Betriebsteil Bernburg mit Arbeiten an der Trasse.
03/1983 Schrittweise nehmen weitere Tiefbaufirmen an verschiedenen Ausgangspunkten (Bahnhof Friedrichshöhe, Selkenfelde zwischen Stiege und Albrechtshaus und Stiege) die Arbeiten auf. Somit wird von vier Stellen aus gearbeitet. Es wurden Baumstümpfe gerodet, der alte Schotter abgetragen, Brücken und Wasserdurchlässe erneuert, Entwässerungsgräben hergestellt, das Olanum hergerichtet sowie eine Lage Schotter aufgebracht.
07/1983 Von Stiege aus sind nach der Technologie der Jochverlegung die ersten Meter Gleis verlegt. Von Straßberg aus wurde mittels Handmontage der Gleisbau Richtung Güntersberge vorangetrieben.
08/1983 Das vom Schwamm befallene Empfangsgebäude des Bahnhofs Friedrichshöhe wurde abgerissen.
In Stiege begannen die Erdarbeiten zum Bau der Wendeschleife.
10/1983 Anfang Oktober wurden im Bahnhof Silberhütte die Gleise erneuert und mit dem Bau des Anschlussgleises zum Heizwerk begonnen.
Im Bahnhof Harzgerode werden die Gleise erneuert.
1983 Im Zusammenhang mit dem Wiederaufbau der Strecke Straßberg"Stiege werden im Bereich der Selketalbahn die ersten Rückfallweichen eingebaut. Auf der Harzquerbahn gab es ab 1979 bereits Rückfallweichen.
29.10.1983 Bereits am 11.08.1983 lag aus Richtung Straßberg und am 15.101983 aus Richtung Stiege das Gleis bis kurz vor die Selkebrücke. Nachdem deren Neubau abgeschlossen war, konnte am 29.10.1983 die Gleislücke geschlossen werden. Damit wurden die Strecken der Selketalbahn wieder miteinander verbunden. Vom Selketal bestand wieder eine Verbindung zur Harzquerbahn.
31.10.1983 Lok 99 6102 ("Fiffi") fährt als erstes Fahrzeug auf dem wieder hergestellten aber noch nicht vollständig geschotterten Abschnitt Straßberg – Stiege zur Untersuchung in die Werkstatt Wernigerode-Westerntor. Zuvor mussten Fahrzeuge per Schmalspurtransportwagen auf der Regelspur von Gernrode nach Wernigerode überführt werden.
30.11.1983 Mit einer Fahrt des von der Lok 99 5903 gezogenen Traditionszuges wird die Neubaustrecke freigegeben.
12/1983 Signale werden aufgestellt, die Stelleinrichtungen der Rückfallweichen werden eingebaut, Zwangsschienen in den Gleisbögen werden montiert
12.02.1984 Der erste planmäßige Kohlenzug fährt von Nordhausen nach Silberhütte.
28.03.1984 Die Strecke Stiege – Eisfelder Talmühle wird wegen Bauarbeiten planmäßig gesperrt. Die Moosbach-, Bartschenkulk- und die Behrebrücke werden saniert.
04/1984

05/1984
Die Gleise des Bahnhofs Stiege werden erneuert. Rückfallweichen werden eingebaut. In der Wendeschleife werden Gleise verlegt. Auf dem Abschnitt Stiege – Birkenmoor werden an Stelle der Schienen S33 schwerere S49-Schienen eingebaut.
Der nördliche Bahnhofskopf des Bahnhofs Eisfelder Talmühle wird umgestaltet. Rückfallweichen werden eingebaut.
10.05.1984 Die neue Wendeschleife in Stiege ist fertiggestellt. Durch die Wendeschleife können Güterzüge ohne das Umspannen der Lok zwischen Nordhausen und Heizwerk Silberhütte fahren.
27.05.1984 Die Strecke Stiege – Eisfelder Talmühle ist nach den Bauarbeiten wieder befahrbar.
03.06.1984 Lok 99 6001 fährt den ersten planmäßigen Reisezug über die neue Strecke Straßberg – Stiege.
Mit diesem Datum enden zunächst die berühmten Doppelausfahrten in Alexisbad. Im Fahrplan 1994/1995 beispielsweise waren sie wieder enthalten.
05.06.1984 Der planmäßige Zugverkehr auf dem Abschnitt Eisfelder Talmühle – Stiege wird wieder aufgenommen. Es verkehren täglich zwei Güterzugpaare zwischen Nordhausen Nord und Silberhütte.
1984 Profilbereinigung zwischen Alexisbad – Harzgerode für Einsatz von Rollwagen
Wiedereinrichtung des Haltepunktes Osterteich
12.02.1985 Entgleisung eines Güterzuges mit Lok 99 7238 und sechs beladenen Rollfahrzeugen bei Friedrichshöhe in Folge überhöhter Geschwindigkeit; Die Fahrzeuge werden mit zwei Autodrehkränen geborgen.
1986 Der Streckenabschnitt Alexisbad – Harzgerode wurde für den Einsatz von Rollwagenzügen hergerichtet. Dabei verschwanden einige Felsdurchbrüche vollständig und andere hat man verbreitert. Der Gütertransport erfolgte aber noch einige Jahre per Schmalspurgüterwagen ab Gernrode statt per Rollwagenzug ab Nordhausen.
Juli 1986 Im Rahmen einer Probefahrt kommt mit Lok 99 7246 die erste Lok der Baureihe 9923-24 bis nach Gernrode.
29.07.1986 Ein modernisierter Wagenzug (drei Sitzwagen) mit Druckluftbremse (Umbau durch Betriebsteil Perleberg des Raw Wittenberge) wird von Wernigerode nach Gernrode überführt. Damit begann der Einsatz des ersten mit Druckluft gebremsten Zuges im Selketal. Dazu wurde parallel als Zuglok die 99 6001 auf Druckluftbremse umgerüstet. Eine Luftpumpe hatte die Lok bereits Anfang der 1960er Jahre erhalten beim Umbau der Lokbremse auf nichtselbsttätig wirkende Druckluftbremse als Lokbremse (Zusatzbremse).
09/1986 Nach über 60 Jahren Einsatz stellt plötzlich ein Mitarbeiter der DR fest, dass die Loks 99 6101 und 99 6102 mit 11 t Achsfahrmasse (bei vollen Vorräten) zu schwer für die für 10 t Achsfahrmasse zugelassenen Harzer Schmalspurbahnen sind. Daraufhin wird verfügt, dass die beiden Loks nur noch mit maximal 10 km/h Höchstgeschwindigkeit fahren dürfen.
(Da die 1988 bis 1990 von Normalspur auf Schmalspur umgebauten Dieselloks mehr als 10 t Achsfahrmasse besitzen, wurde für die Loks der Baureihe 1998 offiziell nicht die tatsächliche Dienstmasse angegeben.)
03.11.1986 Lok 99 6102 wird mit 10 km/h als Lokzug nach Wernigerode überführt, wo sie nutzlos bis zum Ablauf der Kesselfrist herumsteht.
Januar 1987 Beginn der ständigen Stationierung und des Einsatzes von Loks der Baureihen 9922 bzw. 9923-24 in Gernrode
02.01.1987 Infolge starker Schneefälle kommt es im Bereich der Selketalbahn zu Verkehrsbehinderungen durch gebrochene Bäume und Telegrafenmasten. Erst ab dem 06.01.1987 normalisiert sich der Zugverkehr.
06.01.1987 Lok 99 7222 wird bis November 1987 planmäßig im Selketal eingesetzt.
07.01.1987 Lok 99 6102 ("Fiffi") wird kurz vor Ablauf der Kesselfrist kalt abgestellt.
07/1987 Lok 99 6102 wird mit Lok 99 7240 nach Gernrode gebracht, um sie auf einer Fahrzeugausstellung anlässlich "100 Jahre Selketalbahn" zu zeigen. Abgesehen vom Aufenthalt auf einer Fahrzeugausstellung im September 1987 in Benneckenstein steht die 99 6102 nun neben den Gernroder Lokschuppen.
11.01.1989 Im Rahmen einer Meßfahrt ohne Wagen befährt die erste Diesellok (199 863) das gesamte Streckennetz der ehemaligen GHE.
16.11.1989 Der regelmäßige Einsatz von Mallet-Lokomotiven endet bedingt durch den Abschluß der Umstellung des Wagenparks auf Druckluftbremse. Letzte eingesetzte Lok war die 99 5906. Bei der Reichsbahn sieht man sich nicht in der Lage, unter Einhaltung der Auflagen des Denkmalschutzes die Loks auf Druckluftbremssystem umzurüsten.
24.12.1989 Als betriebsfähiges Museumsfahrzeug restauriert kommt der Triebwagen GHE T1 wieder nach Gernrode.
Frühjahr 1990 Eisenbahner und Freunde der Selketalbahn treffen sich zu einer Versammlung im Empfangsgebäude des Bahnhofs Gernrode und gründen die "Arbeitsgemeinschaft Selketalbahn". Ziel der AG ist der Erhalt der Selketalbahn, des Dampfbetriebs sowie der typischen Fahrzeuge, Anlagen und Gebäude.
Frühjahr 1990 Die DR gibt der AG Selketalbahn die seit 1987 z-gestellet Lok 99 6102 in Pflege.
März 1990 Gründung der Inter­essen­gemeinschaft Harzer Schmal­spur­- und Brocken­bahn e. V.
Eisenbahner, Eisenbahnfreunde und Heimatfreunde schlossen sich zusammen, um sich für den Erhalt des Dampfbetriebs und des gesamten Schmal­spur­netzes im Harz einzusetzen.
Die Mitglieder der AG Selketalbahn werden Mitglied der IG.
01.04.1990 Obwohl bereits 1986 durch Verbreiterung bzw. Beseitigung von Felsdurchbrüchen das notwendige Lichtraumprofil geschaffen wurde, fuhr an diesem Tag der erste Rollwagenzug von Nordhausen nach Harzgerode. Danach fanden jedoch nur wenige weitere Zugfahrten mit Rollwagen statt.
09.04.1990 Der letzte reguläre Güterzug mit Schmalspurfahrzeugen fährt von Harzgerode nach Gernrode.
Schmalspurgüterwagen kommen nur noch bei Foto-Sonderfahrten zum Einsatz.
11.04.1990 Beginn des Planeinsatzes von Dieselloks der Baureihe 1998 in der Einsatzstelle Gernrode.
November 1990 Die in Görlitz weilende Lok 99 5904 wird verschrottet.
Frühjahr 1991 Die letzte Kohle wird mit einem Zug aus offenen Normalspurgüterwagen auf Rollwagen von Nordhausen in das Heizwerk Silberhütte gefahren.
31.05.1991 Da vom Vorstand der Inter­essen­gemeinschaft Harzer Schmal­spur­- und Brocken­bahn e. V. die Aktivitäten der AG Selketalbahn ignoriert gründen die Mitglieder der AG auf der Versammlung in Alexisbad den eigenständigen Verein „Freundeskreis Selketalbahn e. V. (FKS)“.
08.10.1991 Der "Freundeskreis Selketalbahn e.V. (FKS)" wird vom Verwaltungsgericht Quedlinburg in das Vereinsregister eingetragen.
19.11.1991 Gründung der "Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB)" mit Unterzeichnung des Gesellschaftervertrages durch die Landkreise (Wernigerode, Quedlinburg, Nordhausen), anliegenden Kommunen, der Stadt Quedlinburg, der Gemeinde Tanne und der Kurbetriebsgesellschaft Braunlage.
Oktober 1992 Mit der Stillegung des Heizwerkes Silberhütte entfallen die Kohlezüge von Nordhausen.
01.06.1992 Die Doppelausfahrten zweier Züge aus dem Bahnhof Alexisbad werden wieder in den Fahrplan aufgenommen.
24.11.1992 Die "Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB)" erhalten vom Ministerium für Wirtschaft, Technologie und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt die Konzession als Eisenbahninfrastrukturunternehmen (EIU) und als Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU).
01.02.1993 Übernahme der Nutzungs- und Betriebsführungsrechte der Selketalbahn sowie der Harzquer- und Brockenbahn durch die "Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB)".
31.12.1993 Hochwasser, bedingt durch Tauwetter und heftige Regenfälle, sorgt für die Einstellung des Zugverkehrs zwischen Straßberg und Stiege für einige Tage.
13.04.1994 Ein verheerendes Selke-Hochwasser zerstört im Bereich Straßberg und Alexisbad den Gleiskörper. Es kommt zur Einstellung des Betriebes.
01.05.1994 Abriß des Wartehäuschens im Bahnhof Sternhaus Ramberg.
12.05.1994 Nach umfangreichen Rekonstruktionsmaßnahmen wurde der durch das Hochwasser im April 1994 eingestellte Zugbetrieb wieder aufgenommen. Im Bahnhof Alexisbad wurden die Gleise neu verlegt.
Inbetriebnahme des neuen Haltepunktes Straßberg Glasebach.
29.06.1994 Lok 99 6001 mit einem Personenzug stößt am Bahnübergang vor Alexisbad mit einem Kraftfahrzeug zusammen und ist ein halbes Jahr wegen der sich daraus ergebenden Reparaturarbeiten nicht einsetzbar.
August 1994 Die erste automatische Schrankenanlage im Bereich der Selketalbahn geht in Betrieb. Es handelt sich um die Wegübergänge der B 185 vor dem Bahnhof Mägdesprung.
November 1994 Rückkehr der Lok 99 6001 aus dem Ausbesserungswerk Meiningen. Im Rahmen der Unfallreparatur erhielt die Lok ihre schwarze Farbgebung zurück, nachdem sie von 1990 bis Juni 1994 mit einem grünen Anstrich versehen war.
11.11.1995 Sprengung des 120 m hohen Schornsteines des Heizwerks Silberhütte.
01.12.1995 Triebwagen NWE T3 (187 025) wird nach seiner Aufarbeitung bei MaLoWa Klostermansfeld planmäßig im Selketal eingesetzt. Hintergrund ist die Einsparung von Betriebskosten.
Der Triebwagen ist noch mit dem Originalmotor ausgerüstet, der von der Aufarbeitung aus Denkmalschutzgründen ausgenommen war. Bei den weiteren Einsätzen fällt der T3 häufig wegen Motorschaden aus.
17.12.1995 Nach erfolgreicher Reparatur und Einbau einer Luftpumpe für Druckluftbremse wird Lok 99 5906 nach fünf Jahren Standzeit wieder in Betrieb genommen und auf der Selketalbahn eingesetzt.
24.04.1996 Abbau der letzten von Hand betätigten Schranke im Bereich der Selketalbahn auf dem Bahnhof Harzgerode. Der Bahnhof bleibt durch diese Maßnahme unbesetzt, die Fahrkartenausgabe wird geschlossen.
1996 Die HSB kaufen vom Raw Wittenberge den Prototypen eines neuen Schmalspurtriebwagens, um damit Erfahrungen für eine zukünftige Bestellung neuer Triebwagen zu sammeln. Das Fahrzeug erhielt die Betriebsnummer 187 015.
Mai 1996 Mit Umsetzung der wieder einsatzfähigen 99 5906 und Planeinsatz der 99 6001 werden die Loks der Baureihe 9923-24 aus der Einsatzstelle Gernrode abgezogen.
02.06.1996 Ab Fahrplanwechsel kommen ab Nordhausen die von der Inselbahn Langeoog gekauften, aufgearbeiteten Triebwagen 187 011, 187 012 und 187 013 zum Einsatz.
31.10.1996 Die Arbeitsgruppe "Lok 99 6102" des Freundeskreises Selketalbahn e.V. (FKS) beginnt mit dem Auseinenderbauen der Lok 99 6102, um diese für die betriebsfähige Aufarbeitung vorzubereiten.
07.08.1997 Nach ihrer Aufarbeitung durch den Freundeskreis Selketalbahn e.V. wird Lok 99 6102 ("Fiffi") wieder in Betrieb genommen. Anlaß ist der 110. Jahrestag der Streckeneröffnung Gernrode – Mägdesprung.

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1880 1900 1920 1940 1960 1980 2000


Datum

Ereignis
02./03.01.
1998
Unter Mitwirkung verschiedener Eisenbahnvereine und Reiseveranstalter findet erstmals die Veranstaltung "Mit Volldampf ins neue Jahr" statt.
Währen am 2. Januar Fahrzeugausstellung in Wernigerode und Sonderfahrten zwischen Wernigerode und Nordhausen stattfinden, läuft am 3. Januar das Programm mit Fahrzeugausstellung und Sonderfahrten auf der Selketalbahn ab. Dabei kommt die Gastlokomotive "Hermann" des Deutschen Eisenbahnvereins (DEV) im Selketal zum Einsatz.
20.06.1998 Neueröffnung des sanierten Empfangsgebäudes Hasselfelde mit Gaststätte.
25.06.1998 Mit einem Schotterzug von den Hartsteinwerken Unterberg nach Nordhausen endet der reguläre Einsatz von Rollwagen bei der HSB.
21.07.1998 Die HSB fährt den ersten Güterzug (Schotterzug der Harzer Hartsteinwerke Unterberg) mit neuer Technologie. Die Normalspurgüterwagen werden auf Rollböcke aufgebockt. Gegenüber den einst im Bereich Wernigerode eingesetzten Rollböcken unterscheiden sich die aus der Schweiz stammenden dadurch, daß sie statt zwei Achsen vier Achsen mit kleineren Raddurchmesser besitzen und - am wichtigsten - eine Bremsausrüstung besitzen. Als Zuglok kommen modernisierte und mit Funkfernsteuerung ausgerüstete Maschinen der BR 1998 zum Einsatz.
27.07.1998 Die HSB nimmt ein neues Funknetz in Betrieb. Die erforderlichen Funktürme stehen auf dem Carlshaus, dem Poppenberg, dem Wurmberg und der Viktorshöhe. Auf den Triebfahrzeugen wurden neue Funkgeräte installiert. Die Zugbegleiter erhielten neue mobile Funkgeräte.
Das Funknetz ist die technische Basis zur Übermittlung der für die Betriebsabwicklung erforderlichen Zuglaufmeldungen für das Betriebsverfahren "Zugleitbetrieb (ZLB)".
Sommer/Herbst 1998 Durch den neuen Pächter des Empfangsgebäudes vom Bahnhof Harzgerode wird das Gebäude im Inneren zu einer Gaststätte umgebaut.
10/1998 Der neue, provisorische Kohlebansen am ehemaligen Bahnübergang "Alter Töpferstieg" wird befestigt und eingefasst. Der alte Kohlebansen an der Flußspathalle wurde aufgegeben, weil die Belieferung auf Lkw umgestell worden war angesichts der Transportpreise der DB Cargo AG und die Platzverhältnisse am alten Standort das Wenden der Lkw's erschwerten.
02./03.01.
1999
Die von Reiseveranstaltern und Eisenbahnvereinen organisierte Veranstaltung "Mit Volldampf ins neue Jahr" findet auf der Selketalbahn und mit Dampfzügen Zwischen Halberstadt, Quedlinburg, Thale, Gernrode und Ballenstedt statt. Neben Dampflok "Hermann" des Deutschen Eisenbahnvereins (DEV) kommt Schmalspurdampflok "Regenwalde" der Interessengemeinschaft Historischer Schienenverkehr e.V. (Selfkantbahn) als Gastlok zum Einsatz.
17.03.1999 Einführung des bargeldlosen Fahrkartenverkaufs in den Zügen der HSB.
März 1999 Die HSB erhält den ersten von vier Neubau-Triebwagen vom Spezialwerk Fahrzeugbau Halberstadt der Deutschen Bahn AG. Das Fahrzeug erhielt die Betriebsnummer 187 016.
März – Oktober 1999 Feierlichkeiten anläßlich "100 Jahre Harzquer- und Brockenbahn"
Da die Stammloks 99 5906, 99 6001 und 99 6102 ("Fiffi") zeitweilig wegen der Fahrzeugausstellungen und Sonderfahrten in Wernigerode stationiert sind, werden die Züge im Selketal von Dampfloks der BR 9923-24 gezogen.
Bei Sonderfahrten am 4. April (Ostern) kommen die ganzen Traditionsloks der HSB - 99 222, 99 5903, NWE 13 (99 5903), 99 6001, 99 6101 ("Pfiffi") und 99 6102 ("Fiffi") - ins Selketal.
26.04.1999 Der provisorische Kohlelagerplatz östlich vom Bahnübergang Töpferstieg im Bahnhof Gernrode wurde durch Verlegen von Betonplatten u.a. in seinen Endzustand versetzt.
12.–28.06.
1999
Anläßlich "60 Jahre 99 6001 - 40 Jahre Einsatz im Selketal" werden in Alexisbad und Harzgerode Modellbahntage veranstaltet und Sonderfahrten mit Lok 99 6001 zwischen Wernigerode und Gernrode durchgeführt.
Juli 1999 Mit den Fahrzeugen 187 016 – 187 019 wurden von März bis Juli 1999 alle vier Neubau-Triebwagen vom Spezialwerk Fahrzeugbau Halberstadt an die HSB ausgeliefert. Haupteinsatzgebiet ist der Schüler- und Berufsverkehr zwischen Nordhausen und Ilfeld, sowie der Verkehr auf den schwach frequentierten Abschnitten der Selketalbahn und Harzquerbahn.
11.09.1999 Abschluß der Rekonstruktion des Empfangsgebäudes Harzgerode und Neueröffnung der Gaststätte.
31.12.1999 Im Rahmen einer Sonderfahrt für Hotelgäste des MORADA Hotel Harzquell (Alexisbad, Harz) nach Silberhütte findet das Jahr 1999 seinen würdigen Abschluß. Dabei führt die Pyrotechnik GmbH auf dem Übungsgelände ihre Erzeugnisse vor.
März 2000 Inbetriebnahme einer Halbschrankenanlage der Einheits-Bahnübergang-Technik (EBÜT) am Übergang Wallstraße in Harzgerode.
Damit gibt es zwischen Alexisbad und Harzgerode keinen ungesicherten Straßenübergang mehr.
20.05.2000 Bei einem Arbeitseinsatz des Freundeskreises Selketalbahn e.V. wird ein kleines einst von der Bahnmeisterei genutztes Dienstgebäude im Bahnhof Alexisbad auf einen Flachwagen verladen. Eingereiht in den nachmittäglichen Personenzug wurde der mit dem Häuschen beladene Wagen nach Gernrode überführt. Das Fachwerkgebäude wurde anschließend auf ein vorbereitetes Fundament im Museumsbereich des Bahnhofs Gernrode gesetzt. (siehe Meldung im Archiv)
18.11.2000 Da die Vorschriften der Berufsgenossenschaft einen breiteren Lichtraum vorschreiben, war es notwendig, die Toreinfahrten des Lokschuppens Gernrode zu verbreitern und neue Tore anzubringen. Die Umbaumaßnahme begann Ende Oktober und war am 18.11.2000 beendet.
30.07.2001 Mit einem umfangreichen Programm mit vielen Sonderzügen gibt der FKS den Eisenbahnfreunden ausreichend Gelegenheit, Lok 99 6102 ("Fiffi") noch einmal im Einsatz zu erleben, bevor sie wegen Fristablauf längere Zeit nicht mehr zur Verfügung steht. (siehe Meldung im Archiv)
26.04.2002 Zum Abschluß der im Oktober 2001 begonnenen HU für Lok 99 6102 ("Fiffi") fand am 26.04.2002 die erfolgreiche Abnahmefahrt statt. Der Prüfer hatte nur kleinere Mängel festgestellt, die an den Folgetagen vom Werkstattpersonal der MaLoWa beseitigt wurden.
Zur Walpurgisfahrt am 30.04. bestand der "Fiffi" seine erste Bewährungsprobe.
Die Kosten für die Hauptuntersuchung übernahm allein der Freundeskreis Selketalbahn (aus Spenden, Mitgliedsbeiträge, Einnahmen von Sonderfahrten).
23.10.2003 Die DB Netz AG stellt beim Eisenbahn-Bundesamt (EBA) Antrag auf Stillegung der Strecke Frose – Quedlinburg, da kein Dritter Interesse an der Übernahme bekundet hatte.
14.12.2003 Auf der Normalspurstrecke Quedlinburg – Frose – Aschersleben wurde zwischen Gernrode und Ermsleben der Schienenpersonennahverkehr sowie zwischen Ermsleben und Frose der Reisezugverkehr eingestellt, da das Land Sachsen-Anhalt den Verkehr zum Fahrplanwechsel am 14.12.2003 abbestellt hatte.
Der Streckenabschnitt Quedlinburg – Gernrode erhielt noch eine Gnadenfrist. Teilweise mit Triebwagen der Baureihe 772 (ex. DR BR 172 - "Pfefferminzbonbon", "Ferkeltaxi") wurde bis 31.01.2004 der Zugverkehr aufrecht erhalten.
18.12.2003 Der Minister für Wirtschaft und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt Herr Dr. Karl-Heinz Daehre und der Geschäftsführer der Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) Herr Dr. Matthias Wagener unterzeichnen eine Absichtserklärung zum Umbau der Regelspurstrecke Gernrode – Quedlinburg auf Schmalspur (Verlängerung der Selketalbahn).
11.05.2004 Der Minister für Wirtschaft und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt Herrn Dr. Karl-Heinz Daehre überreicht dem Geschäftsführer der Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) Herrn Dr. Matthias Wagener auf dem Bahnhof Gernrode den ersten Fördermittelbescheid zur Verlängerung der Selketalbahn bis Quedlinburg. Mit den Geldern können die Ingenieurbüros bezahlt werden, die mit der Planung der Baumaßnahmen beauftragt werden.
31.07.2004 Da sich kein Interessent für die Übernahme der Strecke Frose – Quedlinburg gefunden hatte, genehmigte das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) die von der DB Netz AG beantragte Stillegung. Somit besitzt die Selketalbahn in Gernrode keine Anbindung zur Normalspur mehr.
09/2004 Die HSB hat an den Stationen Osterteich, Sternhaus Ramberg und Birkenmoor Wartehäuschen aus Holz errichten lassen. Die Stationen Silberhütte und Sternhaus Haferfeld sollen ebenfalls Wartehäuschen erhalten.
09/2004 Im Bf Alexisbad haben die Arbeiten zum Umbau der Weichen zu Rückfallweichen begonnen. Durch diese Rationalisierungsmaßnahme soll ab Fahrplanwechsel der Zugleiter und Fahrdienstleiter des Bahnhofs eingespart werden.
01.11.2004 Mit Beginn des Winterfahrplans 2004/2005 ist der Bf Alexisbad nicht mehr besetzt. Um den Fahrdienstleiter einzusparen, wurden im Vorfeld die Weichen zu Rückfallweichen umgebaut. Die Aufgaben als Zugleiter für die Selketalbahn wurden dem Zugleiter in Nordhausen Nord mit übertragen. Die HSB ist letztlich doch von ihren anfänglichen Plänen abgewichen, den Bahnhof vollständig unbesetzt zu lassen. Es wird nach einer Lösung gesucht, wenigstens den Schalter für den Fahrkarten- und Souvenirverkauf wieder zu öffnen.
18.04.2005 Im Bahnhof Gernrode wird der Bau der Schmalspurstrecke nach Quedlinburg offiziell gestartet.
Die sichtbaren Arbeiten hatten am 14.04. mit dem Ausbaggern der neuen Gleistrasse im Bereich der Kadestraße begonnen.
(siehe Meldung im Archiv)
18.–22.04.2005 Während einer Totalsperrung erfolgen die wesentlichsten Arbeiten zum Umbau des schmalspurigen Endbahnhofs Gernrode zum zukünftigen Durchgangsbahnhof. Weitere Arbeiten erfolgen bis Ende Mai.
Die Betriebspause wird gleichzeitig genutzt, um auf der Selketalbahn auf mehreren Abschnitten den Oberbau instandzusetzen und zwischen Alexisbad und Harzgerode einen Wasserdurchlass zu erneuern.
27.06.2005 Es wird mit der Erneuerung des Hausbahnsteigs des Schmalspurbahnhofs Gernrode begonnen. Durch diverse Probleme verzögert sich die Fertigstellung bis Ende Juli.
(siehe Meldung im Archiv)
29.08.2005 Baufirmen beginnen mit dem Freischnitt der zugewachsenen Strecke Gernrode – Quedlinburg.
05.09.2005 Der Termin wurde als offizieller Start der 2. Bauetappe zur Verlängerung der Selketalbahn nach Quedlinburg benannt.
10/2005 Von Gernrode aus begainnt das Verlegen des Schmalspurgleises Richtung Quedlinburg.
11/2005 Im Bahnhof Gernrode wurden die Stelleinrichtungen der zwei Rückfallweichen eingebaut (Weichen 51 und 58).
Ib Bahnhof Quedlinburg wird im Bereich der Bahnübergänge und am Bahnsteig (Gleis 3) das Meterspurgleis verlegt.
12/2005 Das Schmalspurgleis liegt Anfang Dezember bereits von Gernrode bis Quedlinburg.
17.02.2006 Mit dem Verbinden des Ausfahrgleises vom Bahnhof Gernrode mit dem im 2. Bauabschnitt gebauten Streckengleis ist Quedlinburg an die Selketalbahn angeschlossen.
(siehe Meldung im Archiv)
22.02.2006 Der erste Schmalspurzug (Triebwagen 187 012) fährt von Gernrode nach Quedlinburg und zurück. Es handelt sich um eine Dienstfahrt zur Inspektion und Personalschulung.
(siehe Meldung im Archiv)
04,03,2006 Mit Festen auf den Bahnhöfen Gernrode und Quedlinburg wird die Eröffnung der Streckenverlängerung der Selketalbahn gefeiert. Am Abend fährt der erste Sonderzug nach Quedlinburg. Nach der offiziellen Eröffnung verkehren vorerst nur Dienstzüge und Sonderzüge. Der fahrplanmäßige Reisezugverkehr wird erst am 26.06.2006 aufgenommen.
(siehe Meldung im Archiv)
28.04.2006 Zwischen Gernrode und Alexisbad wurden die Signale nach Signalbuch der Deutschen Reichsbahn (DR) abgebaut und neue Signale nach Signalbuch für Nichtbundeseigene Eisenbahnen (NE-Bahnen) umgestellt. Das Signalbuch für NE-Bahnen entspricht im Wesentlichen der DS 301 der Deutschen Bundesbahn (DB). Damit ist auf der Selketalbahn ein weiteres Stück Eisenbahnnostalgie beseitigt worden.
(siehe Meldung im Archiv)
29.04.2006 Am 29.04.2006 trat der Sommerfahrplan 2006 der HSB in Kraft. Da darin bereits die Züge von/nach Quedlinburg berücksichtigt wurden, gab es gravierende Änderungen gegenüber den vorherigen Fahrplänen. In der Woche fährt erst um Mittag der erste Zug nach Harzgerode. Zwischen Alexisbad und Stiege verkehrt ein Zugpaar weniger.
Die Züge auf der Strecke nach Quedlinburg fallen bis Juni ersatzlos aus.
Für die Triebfahrzeuge gelten neue, maximal zulässige Schleppmassen (meist geringere). (siehe Meldung im Archiv)
26.06.2006 Triebwagen 187 018 trifft als erster regulärer Schmalspurzug (Zug-Nr. 8980) in Quedlinburg ein; Aus Anlass der Aufnahme des Regelzugverkehrs findet in Quedlinburg vor Abfahrt des zweiten Planzuges (8960 mit Lok 99 6001) ein kleiner Festakt statt.
(siehe Meldung im Archiv)
15.12.2006 Im Bereich des Bahnhofs Quedlinburg werden die drei Bahnübergangssicherungsanlagen Stresemannstraße, Albert-Schweizer-Straße und Gernröder Weg offiziell in Betrieb genommen. Die Anlagen ersetzen die handbedienten Vollschranken. Damit entfallen die Arbeitsplätze des Schrankenpostens 58. Die Stellwerke Qm und Qw werden mit Abschluss des Umbaus von Stellwerk Qo zum neuen Fahrdienstleiterstellwerk geschlossen.
28.06.2008 Der FKS eröffnet feierlich das von den Mitgliedern aufgebaute Museum „Anhaltische Harzbahn“ im Bahnhof Gernrode (siehe Meldung vom 28.06.2008).

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Einige weitere, weniger bedeutende Ereignisse seit März 1999 finden Sie in unserer Rubrik "Neuigkeiten".

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