Lok 99 6102

Lok 99 6102

Lok 99 6102


Konstruktion

Allgemein:
für die Heeresfeldbahnen gebaute Naßdampflok
Kessel:
genieteter einschüssiger Langkessel; zwei Dampfstrahlpumpen; Ventilregler
Rahmen:
genieteter Innenrahmen aus Stahlblech; vorderer Rahmen als Wasserkasten ausgebildet
Laufwerk:
drei Kuppelachsen fest im Rahmen gelagert; mittlere Kuppelachse mit geschwächtem Spurkranz
Zylinder:
Zylinder mit Kobenschieber, später vereinfachter Trofimow-Kolbenschieber
Triebwerk und Steuerung:
mittlere Kuppelachse als Treibachse; außenliegende Heusinger-Steuerung mit Hängeeisen; einschienige Kreuzkopf-Gleitbahn
Bremsausrüstung:
anfangs Dampfbremse als Zusatzbremse, ab 24.02.1963 Druckluftbremse (mit zweistufiger Luftpumpe) als Lokbremse, erst Hardy-Saugluftbremse und ab 01.09.1986 Druckluftbremse als Zugbremse; Wurfhebel-Handbremse
 
Führerstand von 99 6102 - 9,8/64,8 KB
Führerstand von 99 6102 "Fiffi"
Foto: Klaus Gottschling
Vergrößern 64,8 KB

Detail von 99 6102 - 9,6/67,6 KB
Kesselaufbauten von 99 6102 "Fiffi"
Foto: Klaus Gottschling
Vergrößern 64,8 KB

 

Foto

 - 9,5/53,5 KB
"Fiffi" (Lok 99 6102) am Kohleplatz im Bf Gernrode
Foto: Heiko Fricke   Vergrößern 53,5 KB

Daten
Hersteller Henschel & Sohn, Kassel
Betriebsnummern 1) NWE 7 (1920) - 99 6102 (1949)
Baujahr(e) 1914
Fabriknummer(n) 12880
Baureihe 99610
Betriebsgattung 3) K 33.11
Kurzbezeichnung 4) Cn2t
Leermasse 26,0 t
Dienstmasse
(2/3 Vorräte)
30,3 t
Länge über Puffer
(LüP)
7734 mm
Höhe über SO 3550 mm
Treibraddurchmesser 800 mm
Höchstgeschwindigkeit
(vorw./rückw.)
30/30 km/h
indizierte Leistung 220 kW (300 PS)
Zugkraft 65,9 kN
kleinster befahrbarer
Gleisbogen
30 m
Kesselüberdruck 14 bar
Kohlevorrat 1,1 t
Wasservorrat 5,5 m3
Bremse K m. Z.; Wurfhebel-Handbremse
Zeichnung Maßzeichnung 99 6102

ehem. Heeresfeldbahnlok 99 6102 - 10,6/68,0 KB
ehemalige Heeresfeldbahnlok 99 6102 "Fiffi"
Foto: Klaus Gottschling
Vergrößern 68,0 KB

weitere Informationen bei:
"Dampf mitten im Harz" (Holger Voigt)
"Lok 'Fiffi' " (Freundeskreis Selketalbahn e.V.)
"Geschichte der Lok 'Fiffi' " (Alexander Mai)

Lokomotiv-Lebenslauf

  
Bf Alexusbad
Lok 99 6102 vor Rollbockzug in Wernigerode-Westerntor 1967
ED724 - Foto Georg Otte / Sammlung Grundmann
 

Da es sich bei Lok 99 6102 (Eigentümer HSB) um die vom Freundeskreis Selketalbahn e.V. betreute und 1996/97 wieder aufgearbeitete Maschine handelt, ist ihrer Geschichte eine Extra-Seite gewidmet.

Besonders erwähnenswert ist die Tatsache, daß die Lok Kolbenschieber besitzt. Für Naßdampflokomotiven sind sonst Flachschieber verwendet worden.

Im Verlauf der von Oktober 2001 bis April 2002 durchgeführten Hauptuntersuchung wurden ein paar Veränderungen vorgenommen, die sicher nur dem Kenner auffallen. Dazu gehört der Anbau eines neuen Pralltopfes für den Abdampf von Luftpumpe und Generator. Dieser Pralltopf befindet sich auf dem Kessel hinter dem Sandkasten an der Stelle, wo sich früher der Saugstutzen für die Hardy-Saugluftbremse befand (siehe Foto oben).

Am 12. April 2008 (Sa.) absolvierte die Lok noch einen Sonderzugeinsatz (siehe Meldung), bevor sie am darauf folgenden Montag (14.04.) nach Wernigerode fuhr. Am 15.04.2008 liefen die Fristen für Kessel und Fahrwerk ab. Wenig später wurde Lok 99 6102 in das Dampflokwerk Meiningen gebracht zur Hauptuntersuchung.
Bei der Begutachtung des Kessels kam das Dampflokwerk zu dem Schluss, dass der Kessel erneuert werden muss. Die Kosten für die HU wurden auf 350.000 € geschätzt.
Da die HSB hat sich dazu entschieden, die Lok von der Unterhaltung zurückzustellen (z-Stellen). Falls die finanziellen Mittel verfügbar sind, sollte die Lok zusammengebaut werden.
Mitte 2015 wurden die Einzelteile des „Fiffi“ nach Benndorf transportiert. Die MaLoWa Bahnwerkstatt GmbH hat bereits mit Einachsen der Räder in den Rahmen und dem Entrosten sowie Streichen von Teilen begonnen (siehe Meldung vom 16.08.2015).
Mittlerweole ist die Lok weitestgehend zusammengebaut. Voraussichtlich bis Ende 2015 – nach acht Jahren Abwesenheit – kommt die Lok 99 6102 rollfähig aber nicht betriebsfähig in den Harz zurück.

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