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Abkürzungsverzeichnis / Begriffserklärungen

Hier werden einige Abkürzungen und Fachbegriffe allgemeiner Art sowie aus den Bereichen Eisenbahn und Bergbau erklärt.
Sollten Sie die Erklärung einer Abkürzung/ eines Begriffs vermissen, können Sie uns eine Nachricht senden.

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(Demonstrationsbeispiel - z. B.)

A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z

Anschlußstelle (Anst) Anschlußstellen sind Bahnanlagen der freien Strecke. wo Züge (Sperrfahrten) ein angeschlossenes Gleis als Rangierfahrt befahren können.
Anschlußstellen dienen i. d. R. dem Bedienen (Zuführen/Abholen von Wagen) von Werken.
Bahnhof (Bf) In der Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung (EBO) (ein Gesetz) ist definiert:
"Bahnhöfe sind Bahnanlagen mit mindestens einer Weiche, wo Züge beginnen, enden, ausweichen oder wenden dürfen. Als Grenze zwischen den Bahnhöfen und der freien Strecke gelten im allgemeinen die Einfahrsignale oder Trapeztafeln, sonst die Einfahrweichen."
Bahnhöfe lassen sich nach verschiedenen Kriterien in Kategorien einteilen. Nach dem Verwendungszweck unterscheidet man Personenbahnhöfe, Güterbahnhöfe, Rangierbahnhöfe, Postbahnhöfe, …

In der Umgangssprache wird der Begriff „Bahnhof“ auf zweierlei Art falsch verwendet.
Im ersten Fall werden alle Stationen (Zugangsstellen zum Ein- und Aussteigen in Personenzüge) - also auch Haltepunkte - als Bahnhof bezeichnet. An Haltepunkten können aber keine Züge ausweichen (Kreuzung oder Überholung), wie es in der Definition verlangt wird.
Im zweiten Fall wird der Begriff „Bahnhof“ nur auf das Empfangsgebäude bezogen. Empfangsgebäude können - müssen aber nicht - Teil der Ausstattung eines Personenbahnhofs sein. Daher tauchen sie in der Definition auch nicht auf.

Baureihe (BR) Bezeichnung (Zifferngruppe) zur Unterscheidung von Triebfahrzeugen (Lokomotiven, Triebwagen u. a.) eines Eisenbahnverkehrsunternehmens nach Hauptparametern, welche von der DRG in den 1920er Jahren eingeführt wurde.
Die Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) verwenden das 1970 von der Deutschen Reichsbahn an die Belange der elektronischen Datenverarbeitung angepasste und 1972/73 modifizierte Nummernschema weiter. Dabei bedeuten:
99 Schmalspur-Dampflokomotive
187 Schmalspur-Verbrennungstriebwagen
199 Schmalspur-Diesellokomotive
Zum Teil sind an den Lokomotiven Nummernschilder gemäß dem vor 1970 geltenden Schema angebracht (z. B. 99 222).
Da das Nummernschema zur Unterscheidung der verschiedenen Bauarten von Schmalspur-Triebfahrzeugen zu grob ist, wird zur weiteren Untergliederung die Ordnungsnummer (zweite Zifferngruppe der Fahrzeug-Nummer) genutzt.

Häufig findet man die Abkürzung „BR“ vor die Bahn-/Betriebsnummer von Triebfahrzeugen geschrieben (z. B.„BR 99 7235"). Das ist falsch, da „99 7235“ keine Baureihe sondern eine einzelne Lokomotive ist. Für das Beispiel wäre die korrekte Schreibweise „Lok 99 7235 der BR 9923-24“.

Befahren Egal ob Bergleute sich zu Fuß, mit einer Grubenbahn, mit einem Fahrkorb (Aufzug), über Leitern ("Fahrten") o. a. in der Grube fortbewegen, spricht man von „Fahren“. Begeben sich die Bergleute in die Grube so „fahren sie ein“. Das Verlassen der Grube heißt „Ausfahren“.
Bf Abkürzung für Bahnhof
BHG Bäuerliche Handelsgenossenschaft - Betrieb zum Verkauf von landwirtschaftlichen Produkten, Werkzeugen und Baumaterialien in der DDR
Bimmelbahn "Bimmelbahn“ ist ein im Volksmund entstandener Synonym für Schmalspurbahnen.
Der Name ist auf das Bimmeln der Läutewerke der Dampfloks zurückzuführen. Aus Kostengründen wurden an Schmalspurbahnen die Bahnübergänge meist nicht technisch gesichert (keine Schranken). Besonders bei Durchfahrt durch Ortschaften mit vielen aufeinander folgenden Bahnübergängen wurden durch Einschalten des Läutewerks die Straßenverkehrsteilnehmer vor dem Nahen des Zuges gewarnt.
BOStrab Bau- und Betriebsordnung für Straßenbahnen
Gesetz, welches die Grundsätze für Bau und Betrieb von im Straßenbereich verkehrende Schienenbahnen festlegt; Für das Fahren auf Straßenbahngleisen müssen die Fahrzeuge zum Beispiel mit Bremsleuchten und Klingel ausgestattet sein.
BR Abkürzung für Baureihe
Breitspur siehe Spurweite
Bremshundertstel Das Verhältnis von Bremsmasse (Summe der Masse der wirksamen Bremsen eines Zuges) zur Zugmasse in Prozent wird als „Bremshundertstel“ bezeichnet. Der Wert ist nach dem Bilden eines Zuges zu ermitteln und in den Bremszettel für den Triebfahrzeugführer einzutragen. Ergeben die Bremshundertstel einen Wert unter den im Buchfahrplan vorgeschriebenen Mindestbremshundertsteln, dann darf der Zug nicht oder ggf. nur mit verminderter Geschwindigkeit fahren.
Buchfahrpkan Der Buchfahrplan ist eine innerbetriebliche Fahrplanunterlage für das Zugpersonal in Heft-/Buchform (bei der DB AG auch als Bildschirmanzeige auf den Triebfahrzeugen) mit sehr detaillierten Angaben für Regelzüge und Bedarfszüge auf einer/mehreren Strecken. Als Kopfdaten sind für jeden Zug angegeben Zuggattung, Zugnummer, Verkehrstage, Laufweg, Höchstgeschwindigkeit, maximale Zugmasse, einzustellende Bremsstellung, Mindestbremshundertstel und Baureihe des Triebfahrzeugs. Tabellarisch angegeben werden zu dem entsprechenden Zug die Stationierung der Betriebsstellen (Kilometerangabe), die Stationen für Geschwindigkeitswechsel, die zulässige Höchstgeschwindigkeit sowie die Ankunfts-, Abfahrts- bzw. Durchfahrtszeiten an den Betriebsstellen. Auf Strecken mit Zugleitbetrieb sind zusätzlich Angaben enthalten zu Kreuzungen, zu Überholungen, zum Einfahrgleis, zum Verantwortlichen für die Abgabe der Zuglaufmeldungen sowie darüber, ob vor der Trapeztafel (Signal So 5 bzw. Ne 1) vor Einfahrt gehalten werden muss.
Bw Bahnbetriebswerk - Dienststelle zur Bereitstellung, Unterhaltung und Wartung (kleine Reparaturen) von Triebfahrzeugen
Bww Bahnbetriebswagenwerk - Dienststelle zur Bereitstellung, Unterhaltung und Wartung (kleine Reparaturen) von Wagen
DDR Abkürzung für Deutsche Demokratische Republik
Deutsche Demokratische Republik (DDR) 1949 gegründeter Staat in Ostdeutschland (Sowjetische Besatzungszone nach dem II. Weltkrieg); nach der im Jahr 1989 erfolgten politischer Wende 1990 mit der BRD wiedervereinigt
Deutsche Reichsbahn (DR) Die Weimarer Verfassung vom 11. August 1919 legte im Artikel 171 fest, dass am 1. April 1921 die einzelnen Staatsbahnen in den Besitz des Reiches übergehen sollen. Die wirtschaftliche Lage der Bahnen führte dazu, dass nach Abschluss der Staatsverträge bereits am 01.04.1920 die Ländereisenbahnen von Preußen, Bayern, Sachsen, Württemberg, Baden, Hessen (am 24.04.), Mecklenburg-Schwerin (am 27.04.) und Oldenburg (am 29.04.) als staatliches Verkehrsunternehmen dem Deutschen Reich unterstellt wurden. Die Bahnen des Deutschen Reiches wurden zunächst als „Reichseisenbahnen“ bezeichnet. Der Reichsverkehrsminister Generalmajor a.D. Wilhelm Groener führte am 27. März 1921 den Namen „Deutsche Reichsbahn (DR)“ ein.
Der 01.04.1920 gilt als Gründungsdatum der Deutschen Reichsbahn.
Wegen der nach dem 1. Weltkrieg von den deutschen Eisenbahnen zu zahlenden Reparationen wurde die DR am 30.08.1924 in das juristisch selbständige Unternehmen „Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft (DRG)“ umgewandelt, während die Anlagen im Besitz des Staates verblieben. Um die Eisenbahnen den Kriegsvorbereitungen des faschistischen Staates unterzuordnen, wurde die DRG im Jahr 1937 wieder als DR dem Reichsverkehrsministerium unterstellt. Zur Unterscheidung von der Abkürzung „DR“ (Deutsches Reich) wurde ab 1938 die Abkürzung „DR“ verwendet.
Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Staatsbahn in Ostdeutschland und in der am 07.10.1949 gegründeten DDR weiter unter dem Namen „Deutsche Reichsbahn (DR)“ geführt. Der DR teilte man auch die enteigneten und verstaatlichten Privatbahnen (wie z. B. GHE und HSB) zu.
Nach der Wiedervereinigung von West- und Ostdeutschland hat man die DR am 31.12.1993 aufgelöst und zusammen mit der Deutschen Bundesbahn (DB) in die Deutsche Bahn AG (DB AG) überführt.
Dg Abkürzung für die bei der Deutschen Reichsbahn gebräuchliche Zuggattung „Durchgahngsgüterzug“
Im Fahrplan waren keine Verkehrshalte zum Absetzen / Aufnehmen von Wagen enthalten.
DR Abkürzung für Deutsche Reichsbahn
DRB Abkürzung für Deutsche Reichsbahn von 1938 bis 1945 zur Unterscheidung von „DR = Deutsches Reich"
(siehe Deutsche Reichsbahn)
DRG Abkürzung für Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft
EBA Abkürzung für Eisenbahn-Bundesamt
EBO Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung
Gesetz mit Begriffsbestimmungen und Vorschriften für den Bau und Betrieb öffentlicher Eisenbahnen.
Eisenbahn-Bundesamt (EBA) Das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) ist Aufsichts- und Genehmigungsbehörde für die der Bundesrepublik gehörenden Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) und Eisenbahninfrastrukturunternehmen (EIU) bzw. EVU und EIU mit Sitz im Ausland, welche in der Bundesrepublik tätig sind..
Als unabhängige Schiedsstelle soll das EBA den diskriminierungsfreien Zugang verschiedener EVU zum öffentlichen Eisenbahnnetz überwachen.
13 Bundesländer haben ihre Aufgaben der Landeseisenbahnaufsicht über die Nichtbundeseigenen Eisenbahnen dem EBA übertragen.
EBÜT Einheits-Bahnübergangstechnik
Ausrüstung zur technischen Sicherung nivaugleicher Kreuzungen von Eisenbahn und Straße, welche aus Komponenten besteht, die dem in den 1980er Jahren von der Deutschen Bundesbahn (DB) festgelegten Standard entsprechen.
EG Abkürzung für Empfangsgebäude
EIU Abkürzung für Eisenbahninfrastrukturunternehmen:
Eisenbahninfrastrukturunternehmen (EIU) Unternehmen, welches für den Betrieb und die Unterhaltung von Eisenbahnstrecken zuständig ist. Das Unternehmen kann selbst Eigentümer der Strecken sein oder diese vom Eigentümer pachten.
Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) Unternehmen, welches Eisenbahnverkehrsleistungen (Zugfahrten) erbringt. Um auf öffentlichen Eisenbahnstrecken fahren zu dürfen und um öffentlichen Personenverkehr durchführen zu dürfen, muß das Unternehmen eine Zulassung (Konzession) besitzen.
Empfangsgebäude (EG) Gebäude an Personenbahnhöfen und Haltepunkten, welches neben Warteräumen Räume für verkehrliche Aufgaben (Fahrkartenschalter zur Abfertigung Reisender; Räume zur Abfertigung von Gepäck, Expressgut und Post) enthält. Zusätzlich können sich Räume für betriebliche Aufgaben (Fahrdienstleiterraum, Stellwerk) und Wohnräume für Eisenbahner im Empfangsgebäude befinden. Einige Empfangsgebäude besaßen/besitzen auch Räume für die Bahnhhofsgaststätte und Verkaufskioske.
Durch Personaleinsparung und Rationalisierung seitens der Eisenbahnunternehmen werden mittlerweile zahlreiche Empfangsgebäude nicht mehr in ihrer ursprünglichen Funktion oder gar nicht genutzt. In großen Städten werden die Empfangsgebäude zu Einkaufszentren mit Fahrkartenverkauf umfunktioniert. 
Gebäude, die lediglich einen Warteraum besitzen, nennt man Wartehalle.

In der Umgangssprache wird für das EG häufig der falsche Begriff Bahnhof verwendet.

ESBO Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung für Schmalspurbahnen
Gesetz, welches die Grundsätze für Bau und Betrieb von Schmalspurbahnen festlegt.
EVU Abkürzung für Eisenbahnverkehrsunternehmen:
EZMG-Stellwerk Elektricheskaja Zentralisazija Malych Stanzij Germanii =„Elektrische Zentralisierung kleiner Bahnhöfe in der DDR":
einfache Bauform von Gleisbildstellwerken (Relais-Stellwerken), welche die Deutsche Reichsbahn (DR) aus der Sowjetunion importierte

Durch Ersatz älterer Stellwerkstechnik (mechanische und elektromechanische Stellwerke) durch Stellwerke in Relaistechnik wollte die DR den Arbeitskräftemangel mindern (Zentralisierung von Stellwerken), die Fahrzeiten verkürzen (Verringerung der Behinderungszeiten in Bahnhöfen) und die Sicherheit erhöhen. Die Produktionskapazitäten des einzigen Herstellers von Stellwerken in der DDR – Werk für Signal- und Sicherungstechnik Berlin (WSSB) – waren weitestgehend ausgeschöpft durch die Herstellung von Gleisbildstellwerken für den Export, für die Berliner U-/S-Bahn, für Industriebahnen der Braunkohlentagebaue und für größere Bahnhöfe der DR. Deshalb importierte die DR für die Rationalisierung kleiner Bahnhöfe EZMG-Stellwerke aus der UdSSR.
Die ersten EZMG-Stellwerke nahm die DR Mitte 1976 in Bleicherode Stadt und Bischofferode (Eichsfeld) in Betrieb. Auf der Strecke Frose – Quedlinburg wurden die Bahnhöfe Ballenstedt Ost (1982), Ermsleben (1984) und Bad Suderode (1985) mit sowjetischer Stellwerkstechnik ausgerüstet.
EZMG-Stellwerke waren nur bei einfacher Topologie (Gleisplangestaltung) anwendbar. Daher mussten mitunter die Gleise an die Stellwerkstechnik angepasst werden. Ausgerüstet werden konnten ursprünglich nur Bahnhöfe an eingleisigen Strecken mit maximal fünf Gleisen, die alle unmittelbar am durchgehenden Hauptgleis beginnen/enden mussten.
Die Lichtsignale mit den sehr großen Schuten (Blendschutz) waren ein Indiz für das Vorhandensein eines EZMG-Stellwerks. Später wurden aber auch WSSB-Signale zusammen mit EZMG-Stellwerken aufgestellt.
Weitere Informationen unter Sachsenstellwerke.de (Niels Kunick). 

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Fahrerlaubnis Auf Eisenbahnstrecken, auf denen der Zugverkehr unter Anwendung der Betriebsverfahren Zugleitbetrieb (ZLB) bzw. Signalisierter Zugleitbetrieb geregelt wird, dürfen Züge nur fahren, wenn der Zugleiter eine Fahrerlaubnis erteilt hat. Mit Erteilen der Fahrerlaubnis informiert der Zugleiter das Zugpersonal, bis wohin (Trapeztafel vor oder H-Tafel in einer Betriebsstelle = Zuglaufmeldestelle) ein Zug fahren darf. Wenn der Zug ab dieser Betriebsstelle weiter fahren soll, muss das Zugpersonal beim Zugleiter eine neue Fahrerlaubnis anfordern.
Fahrten Als „Fahrten“ bezeichnet der Bergmann Leitern zum Befahren der Gruben.
GHE Gernrode-Harzgeroder Eisenbahn-Gesellschaft; von 1887 bis 1946
Auftraggeber für Bau der  Selketalbahn  und Eigentümer bis 1946; Betriebsführung durch „Deutsche Eisenbahnbetriebs A.G. Berlin"
Gleisbildstellwerk (GS) Weil das Bedienpult einen schematischen Gleisplan besitzt, werden die im Bereich der Deutschen Reichsbahn in der DDR verwendeten Relaisstellwerke als „Gleisbildstellwerke“ bezeichnet.

Die sicherungstechnischen Abhängikeiten werden bei diesen Stellwerken nicht mehr mechanisch sondern mittels Relaisbaugruppen hergestellt.
Das erste Gleisbildstellwerk in Ostdeutschland ging 1948 im Mückenberger Braunkohlenrevier in Betrieb. Die DR erhielt 1950 ihr erstes Gleisbildstellwerk(Bauform GS 0 bzw. GS ElSiMa). Ab 1953 übernahm das Werk für Signal- und Sicherungstechnik Berlin (WSSB) die Produktion und lieferte Stellwerke der Bauform GS I DR. Die als Weiterentwicklung ab 1958 gebauten Gleisbildstellwerke (Bauform GS II DR) wurden/werden in letzter Zeit sogar wieder neu gebaut (z. B. für die Usedomer Bäderbahn GmbH - UBB)). Durch die Wiedervereinigung Deutschlands fanden die jüngeren Bauformen wie GS 8030 nur noch wenig Verbreitung.
Nähere Informationen siehe "Sachsen-Stellwerke" / Niels Kunick.

GmP Güterzug mit Personenbeförderung
Zug, der hauptsächlich aus Güterwagen besteht und einen/mehrere Personenwagen mitführt. Um Güterwagen abzusetzen oder anzuhängen, können in Unterwegsstationen längere Aufenthaltszeiten entstehen.
Bei der Deutschen Reichsbahn erhielten GmP Zugnummern zwischen 68 000 und 69 999.
H-Tafel Die H-Tafel ist ein Signal (Ne 5; bei der DR So 8). Es besteht aus einer rechteckigen Tafel mit dem Buchstaben „H“. Bei der DR war es ein weißes „H“ auf schwarzer Tafel. Bei der DB und NE-Bahnen waren / sind auch weiße Tafeln mit schwarzem Buchstaben möglich.
Die H-Tafel kennzeichnet den Halteplatz bestimmter Züge. Auf Strecken mit dem Betriebsverfahren Zugleitbetrieb (ZLB) bzw. Signalisierter Zugleitbetrieb können die H-Tafeln die Bedeutung von Ausfahrsignalen haben. Die Weiterfahrt ist nur nach Erteilen der Fahrerlaubnis durch den Zugleiter zulässig.
Haltepunkt (Hp) In der Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung (EBO) (ein Gesetz) ist definiert:
"Haltepunkte sind Bahnanlagen ohne Weichen, wo Züge planmäßig halten, beginnen oder enden dürfen."

In der Umgangssprache wird der Begriff „Haltepunkt“ oft falsch verwendet. Alle Stationen, wo Personenzüge zum Ein-/Aussteigen halten, werden als „Haltepunkt“ bezeichnet, obwohl Bahnhöfe per Definition keine Haltepunkte sind, da sie ja mindestens eine Weiche besitzen.

Hp Abkürzung für Haltepunkt
Hauptuntersuchung Nach Ablauf der vom Gesetzgeber festgelegten Fristen (Fristablauf) muß ein Eisenbahnfahrzeug einer Untersuchung durch autorisierte Werkstätten unterzogen werden, damit es weiter eingesetzt werden darf. Da die Hauptuntersuchung zusammen mit einer Instandsetzungsstufe (IS) / Schadgruppe (SG) zu erfolgen hat, gehören zum Arbeitsumfang das Auseinandernehmen, das Ersetzen verschlissener Teile, das Beseitigen festgestellter Schäden, der Zusammenbau und die Abnahmeprüfung des Fahrzeugs.
(Instandsetzungsstufen von Dampfloks siehe „L0 … L7")
HSB Harzer Schmalspurbahnen GmbH; aus kommunaler Gründungsgesellschaft (Landkreise Wernigerode, Quedlinburg, Nordhausen, anliegenden Kommunen, Stadt Quedlinburg, Gemeinde Tanne und Kurbetriebsgesellschaft Braunlage) zum Erhalt der Schmalspurbahnen im Harz am 19. November 1991 gegründet;
seit 01.02.1993 Betriebsführung als Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) auf den Strecken der Harzquerbahn (Nordhausen - Drei Annen Hohne - Wernigerode), Brockenbahn (Drei Annen Hohne - Brocken) und Selketalbahn (Gernrode - Alexisbad - Stiege - Eisfelder Talmühle);
als Eisenbahninfrastrukturunternehmen (EIU) zuständig für die Unterhaltung der Strecken

Sehr häufig wird die Abkürzung „HSB“ zur Bezeichnung des Streckennetzes mißbraucht. Aus Nachlässigkeit lassen andererseits viele Textautoren die Abkürzung „GmbH“ weg, obwohl sie die Eisenbahngesellschaft und nicht das Streckennetz der Harzer Schmalspurbahnen meinen.
Nicht korrekt ist die häufig praktizierte Verwendung „Harzer Schmalspurbahn“ in der Einzahl. Das hängt damit zusammen, daß die Harzer Schmalspurbahnen (das Streckennetz) aus den Bahnlinien Selketalbahn, Harzquerbahn und Brockenbahn bestehen und die Strecken einst zwei verschiedenen Eisenbahngesellschaften (Gernrode-Harzgeroder Eisenbahn-Gesellschaftgesellschaft und Nordhausen-Wernigeroder Eisenbahn-Gesellschaftgesellschaft) gehörten.

HSSB Harzer Schmalspurbahnen: Netz von Eisenbahnstrecken in Meterspur (Spurweite 1000 mm) im Harz, welches heute noch aus den Strecken der Selketalbahn (Gernrode – Alexisbad – Stiege – Hasselfelde, Alexisbad – Harzgerode, Stiege – Eisfelder Talmühle), aus der Harzquerbahn (Nordhausen Nord – Wernigerode) und aus der Brockenbahn (Drei Annen Hohne – Brocken) besteht. Die Strecken wurden zunächst von verschiedenen privaten Bahngesellschaften (GHE, NWE und SHE) eröffnet und betrieben. Ab 1949 wurden die Strecken östlich der innerdeutschen Grenze vom Staatsunternehmen Deutsche Reichsbahn (DR) betrieben. Seit 01.02.1993 ist die Harzer Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) Eigentümer und Betreiber der Harzer Schmalspurbahnen.

Sehr oft wird fälschlicherweise die offizielle Abkürzung „HSB“ des Unternehmens Harzer Schmalspurbahnen GmbH als Abkürzung für das Streckennetz verwendet.

Wenn man die Gesamtheit der Harzer Schmalspurstrecken meint, ist die Verwendung des Begriffes in der Einzahl „Harzer Schmalspurbahn“ grammatisch falsch, da wegen der drei Bahnen (Selketalbahn, Harzquerbahn und Brockenbahn) die Mehrzahl verlangt wird.

HU Abkürzung für Hauptuntersuchung
KB
(KBi / KB4i)
Gattungsbuchstaben zur Kennzeichnung von Schmalspur (Kleinspur)-Reisezugwagen mit Sitzplätzen der 2. Wagenklasse (B)
siehe Wagengattungen von Reisezugwagen
KD
(KDi / KD4i / KDaai)
Gattungsbuchstaben zur Kennzeichnung von Schmalspur (Kleinspur)-Reisezugwagen mit Gepäckabteil (Packwagen; D)
siehe Wagengattungen von Reisezugwagen
Kleinbahn "Kleinbahnen“ sind Eisenbahnen, die nach dem preußischen "Gesetz über Kleinbahnen und Privatanschlußbahnen" vom 28. Juli 1892 ("Kleinbahngesetz") genehmigt, gebaut und betrieben wurden. Diese Bahnen hatten nur sehr lokale Bedeutung. Bau- und Betrieb erfolgte nach vereinfachten Vorschriften (zum Beispiel Gleise in Kiesbettung statt im Schotterbett) durch private Unternehmen.
In anderen Deutschen Ländern wurde der Begriff „Kleinbahn“ teilweise übernommen oder man verwendete die Begriffe „Lokalbahn“ bzw.„Vinicialbahn“ (in Bayern).
Kleinbahnen können Bahnen in Regelspur (1435 mm) oder Schmalspur sein.

In der Umgangssprache wird der Begriff „Kleinbahn“ häufig falsch verwendet als Synonym für Schmalspurbahn.„Klein“ hat aber nichts mit der kleineren Spurweite der Schmalspurbahnen zu tun sondern mit dem preußischen „Kleinbahngesetz“. Es gab auch normalspurige Kleinbahnen. Nicht jede Schmalspurbahn ist eine Kleinbahn. Die Schmalspurbahnen im Harz sind keine Kleinbahnen. Als 1887 die Selketalbahn eröffnet wurde, gab es noch kein „Kleinbahngesetz“. Auch die Schmalspurbahnen in Sachsen sind keine Kleinbahnen, da sie fast ausnahmslos von den Sächsischen Staatseisenbahnen gebaut und betrieben wurden.

Kleinlok mit „Öl(Diesel-)motor"
Es gab auch Kleinloks mit Benzinmotor (Kb) und besonders während des II. Weltkrieges Kleinloks mit Holzgasmotor.

Mitunter werden die Kö generell als „Köf“ bezeichnet. Das ist jedoch nicht korrekt, da diese Abkürzung nur für Kleinloks mit „Öl(Diesel-)motor“ und Flüssigkeitsgetriebe (Föttinger-Getriebe = hydrodynamisches Getriebe) festgelegt wurde.
Kleinloks mit dieselelektrischem Antrieb erhielten die Abkürzung „Köe“ (Kleinlok, Ölmotor, elektrische Karftübertragung).

Kopf machen Die Eisenbahner bezeichnen das Wenden (Fahrtrichtungswechsel) eines Zuges in einem Bahnhof als „Kopf machen“, wenn anschließend eine andere Strecke befahren wird oder vor der Rückfahrt auf der selben Strecke entweder durch Umsetzen des Triebfahrzeugs (Tfz; Lok / Triebwagen) an das andere Zugende rangiert bzw. ein anderes Tfz an das andere Zugende gekuppelt wird.
Kreuzen / Kreuzung Der eisenbahnbetriebstechnologische Vorgang, bei dem sich zwei auf einer eingleisigen Strecke in gegengesetzter Richtung fahrende Züge in einem Bahnhof (Kreuzungsbahnhof) ausweichen, nennt man „(Zug)-Kreuzung“ bzw.„Kreuzen“.
Im Bildfahrplan kreuzen sich die Zeit-Wege-Linien der beiden Züge.

Muss für die Begegnung zweier Züge der zuerst eingefahrene Zug auf ein Nebengleis rangiert werden, dann handelt es sich nicht um eine Zugkreuzung, da aus dem ersten Zug eine Rangierabteilung wurde. Vor der Weiterfahrt muss vorschriftsgemäß die Rangierabteilung vom Nebengleis auf das Hauptgleis rangiert und als Zug neu fertiggemeldet werden.

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L0 … L7 Bei der DR wurden als Kürzel der Instandsetzungsstufe (IS; auch Instandhaltungsstufe) / Schadgruppe (SG) für Dampflokomotiven der Buchstabe „L“ und eine Ziffer verwendet. Das „L“ (von Lokomotive) ist historisch bedingt, weil es in der Anfangszeit nur Dampflokomotiven gab.
Die Schadgruppen wurden nach Dienstvorschrift DV 947 wie folgt gekennzeichnet:
    L0 Bedarfsausbesserung (Beseitigung von unvorhergesehenen Schäden z. B. nach Unfall)
L1   Betriebsausbesserung (Plantage, Kesselauswaschen u. a.)
L2 Zwischenausbesserung (Ersatz verschlissener Radreifen u. a.)
L3 Zwischenuntersuchung (Untersuchung von Fahrwerk, Triebwerk und Kessel); ein Auseinandernehmen erfolgt nur, falls wegen Verschleiß / Schaden notwendig
L4 Hauptuntersuchung (Untersuchung von Triebwerk, Fahrwerk und Kessel); die Räder sind zwecks Lagerwechsel auszuachsen, der Kessel ist zwecks Fahrwerksuntersuchung abzunehmen, im Kessel sind Rauch- und Heizrohre zu erneuern 
In Anlehnung an die Dienstschrift DS 991.99 der Deutschen Bundesbahn (DB) werden seit der Wiedervereinigung Deutschlands die Instandhaltungsstufen auch bei Eisenbahnverkehrsunternehmen in Ostdeutschland eingeteilt in:
    L0    Bedarfsausbesserung (Beseitigung von unvorhergesehenen Schäden z. B. nach Unfall)
L1 Betriebsausbesserung (Plantage, Kesselauswaschen u. a.)
L2, L3, L4 planmäßige Instandhaltung im Bahnbetriebswerk (Bw)
L5 Zwischenausbesserung (Ersatz verschlissener Radreifen u. a.)
L6 Zwischenuntersuchung (Untersuchung von Fahrwerk und Triebwerk; innere Prüfung des Kessels; ein Auseinandernehmen erfolgt nur, falls wegen Verschleiß / Schaden notwendig;
L7 Hauptuntersuchung (Untersuchung von Triebwerk, Fahrwerk und Kessel); die Räder sind zwecks Lagerwechsel auszuachsen, der Kessel ist zwecks Fahrwerksuntersuchung abzunehmen, im Kessel sind Rauch- und Heizrohre zu erneuern 
Wegen abweichender Fristen wird in jüngerer Zeit der Kessel als separate Einheit betrachtet und nach eigenen Instandsetzungsstufen (K0 … K4) gewartet.
LEW VEB Lokomotivbau Elektrotechnische Werke „Hans Beimler“ Hennigsdorf
Herstellerwerk von Diesellokomotiven und E-Loks. Nach Einstellung der Lokomotivherstellung in Babelsberg war das LEW die einzige Lokomotivfabrik in der DDR.
LKM VEB Lokomotivbau „Karl-Marx“ Babelsberg - Herstellerwerk von Dampf- und Diesellokomotiven in Potsdam-Babelsberg (ehemals „Orenstein & Koppel“ - O&K). Auf dem Firmenschild an den Lokomotiven wurde meist die Abkürzung „LOB“ verwendet. Das Werk mußte in den 1970er Jahren sein Produktionsprofil auf den Bau von Kühlanlagen umstellen.
LOB Lokomotivbau Babelsberg
Auf den Fabrikschildern von Lokomotiven verwendete Abkürzung für den VEB Lokomotivbau „Karl-Marx“ Babelsberg (LKM).
Lokomotive (Lok) Triebfahrzeug, welches im Gegensatz zu einem Triebwagen indirekt zur Personenbeförderung und/oder zum Gütertransport dient.
Eine Lok hat einen Antrieb und ein/zwei Führerstände. Zur Beförderung von Personen und zum Transport von Gütern muß ein Zug aus Lok und Wagen gebildet werden.
MaLoWa Die Mansfelder Lok- und Waggonbau Bahnwerkstatt GmbH in Benndorf ist entstanden aus der Reparaturwerkstatt der Anschlußbahn des VEB Mansfeld Kombinat „Wilhelm Pieck“. Die Bahn verfügte zwischen 1880 und 1990 über ein Streckennetz von 45 km Länge. Einschließlich der Lade- und Rangiergleise hatte das Netz eine maximale Ausdehnung von 95 km.
Mindestbremshundertstel (Mbr) Mit Mindestbremshundertstel wird im Buchfahrplan angegeben, wieviel Bremshundertstel ein Zug mindestens besitzen muss, um mit der im Fahrplan vorgesehenen Geschwindigkeit die Strecke befahren zu dürfen. Die Mindestbremshundertstel für eine Strecke hängen von den Neigungsverhältnissen und den Bremsweglängen ab.
N Abkürzung für die bei der Deutschen Reichsbahn gebräuchliche Zuggattung „Nahgüterzug“
Im Gegensatz zum Durchgangsgüterzug (Dg) ohne Verkehrshalt waren im Fahrplan des Nahgüterzugs Verkehrshalte in Unterwegsbahnhöfen zum Absetzen / Aufnehmen von Wagen enthalten.
Bei der DB Netz AG und anderen Eisenbahn­infra­struktur­unternehmen steht „N“ für die Zuggattung „Nahverkehrszug“ und für Nahgüterzüge „Ng“.
Normalspur (Regelspur, Vollspur) siehe Spurweite
NWE Nordhausen-Wernigeroder Eisenbahn-Gesellschaft;
Auftraggeber für den Bau der  Harzquerbahn  (Nordhausen - Drei Annen Hohne - Wernigerode) und  Brockenbahn  (Drei Annen Hohne - Brocken); von 1897 bis 1948 Eigentümert der Harzquer- und Brockenbahn; 1908 Übernahme der Betriebsführung von der „Eisenbahnbau- und Betriebsgesellschaft Berlin“ in eigene Regie
PmG Personenzug mit Gütertransport
Zug, der hauptsächlich aus Personenwagen besteht und einen/mehrere Güterwagen mitführt. Um Güterwagen abzusetzen oder anzuhängen, können in Unterwegsstationen längere Aufenthaltszeiten entstehen.
Bei der Deutschen Reichsbahn erhielten PmG wie Personenzüge auf Nebenbahnen (außer Schmalspurbahnen) Zugnummern zwischen 15 000 und 19 999.
Rangieren Rangieren ist das Bewegen einer aus ein bzw. mehreren Regelfahrzeugen (Lokomotiven, Triebwagen, Wagen) oder schwere Nebenfahrzeugen (Schneepfug, Baumaschine, …) bestehenden Rangierabteilung durch Umsetzen, Abstoßen oder Ablaufen (von einem Rangierberg).
Das Umsetzen erfolgt durch Rangierfahrten.
Rangierfahrt Eine Rangierfahrt ist das Bewegen einer aus ein bzw. mehreren Regelfahrzeugen (Lokomotiven, Triebwagen, Wagen) oder schweren Nebenfahrzeugen (Schneepfug, Baumaschine, …) bestehenden Rangierabteilung durch ein motorbetriebenes Fahrzeug innerhalb der Rangierabteilung im Bereich eines Bahnhofs oder einer Anschlußstelle.
Bei Rangierfahrten muß der Lok-/Triebwagenführer die Rangiersignale (statt der Zugfahrtsignale) beachten.
Da Rangierfahrten nicht so aufwendig technisch gesichert werden und Nebengleise befahren werden, darf nur mit geringerer Geschwindigkeit als bei Zugfahrten rangiert (gefahren) werden.
Raw Abkürzung für Reichsbahnausbesserungswerk
Die Großschreibung „RAW“ wurde zum 15. April 1937 vom Reichsministerium eingeführt und zum 1. Juli 1951 von der Generaldirektion der Deutschen Reichsbahn wieder abgeschafft.
Rbd Abkürzung für Reichsbahndirektion
Die Großschreibung „RBD“ wurde zum 15. April 1937 vom Reichsministerium eingeführt und zum 1. Juli 1951 von der Generaldirektion der Deutschen Reichsbahn wieder abgeschafft.
Regelspur (Normalspur, Vollspur) siehe Spurweite
Reichsbahnausbesserungswerk (Raw) Reparaturwerk der Deutschen Reichsbahn (DR) für Lokomotiven und Wagen;
Weil in den Waggonbaubetrieben der DDR gebaute Personen- und Güterwagen vorwiegend in das Ausland exportiert wurden, reparierte die DR in ihren Ausbesserungswerken nicht nur, sondern sie baute für den Eigenbedarf neue Wagen. So wurden z. B. im Raw Halberstadt Reisezugwagen der Gattung Bmhe gebaut.
Die Großschreibung „RAW“ der Abkürzung wurde zum 15. April 1937 vom Reichsministerium eingeführt und zum 1. Juli 1951 von der Generaldirektion der Deutschen Reichsbahn wieder abgeschafft.
Reichsbahndirektion (Rbd) Der Begriff steht für die regional begrenzte Struktureinheiten, miitels derer das gesamte Streckennetz der Deutschen Reichsbahn / Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft untergliedert wurde. Die nächste, niedere Gliederungsstufe waren die Reichsbahnämter (Rba).
Die Großschreibung „RBD“ wurde zum 15. April 1937 vom Reichsministerium eingeführt und zum 1. Juli 1951 von der Generaldirektion der Deutschen Reichsbahn wieder abgeschafft.
Rfw Abkürzung für Rückfallweiche
Rückfallweiche (Rfw) "Rückfallweichen sind Weichen, die im regelmäßigen Zugverkehr aufgefahren und nach Durchfahrt des Zuges durch eine Rückstelleinrichtung in ihre Grundstellung zurückgestellt werden."
Als „Auffahren einer Weiche“ wird in der Eisenbahnterminologie das stumpfe (aus Richtung Herzstück in Richtung Weichenspitze) Befahren einer für diesen Fahrweg nicht richtig gestellten Weiche bezeichnet.
Die Harzquerbahn diente ab Ende 1981 als Teststrecke für den Einsatz von Rfw auf Nebenbahnen. Beim Wiederaufbau der Strecke Stra0berg – Stiege wurden 1983/84 die ersten Rfw auf Bahnhöfen der Selketalbahn eingebaut.
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Schmalspur siehe Spurweite
Schmalspurbahn (Kleinspurbahnen) Schmalspurbahnen sind Eisenbahnen des öffentlichen Verkehrs mit einer geringeren Spurweite als 1435 mm (Regelspur / Normalspur). In Deutschland verbreitete Spurweiten von Schmalspurbahnen sind 600 mm, 750 mm, 900 mm und 1000 mm.
Gegenüber Normalspurbahnen lassen sich Schmalspurbahnen besser dem Gelände anpassen (kleinere Bogenradien) und benötigen weniger Platz (daher besonders im Gebirge verbreitet), weshalb ihr Bau kostengünstiger ist. Diesem Vorteil stehen eine Reihe von Nachteilen gegenüber. Durch die engeren Gleisbögen und die geringere Standsicherheit sind geringere Höchstgeschwindigkeiten als bei Regelspurbahnen zulässig. Die Transportkapazität der Wagen ist geringer. Der Austausch von Gütern mit Regelspurbahnen ist nur mit erhöhtem Aufwand (Umladen, Rollbockverkehr oder Rollwagenverkehr) möglich.

Häufig werden in der Umgangssprache Schmalspurbahnen als Kleinbahn bezeichnet. Das ist aber falsch, da nicht jede Schmalspurbahn eine nach dem preußischen Kleinbahngesetz erbaute und betriebene Bahn ist. Kleinbahnen können auch normalspurige Bahnen sein.
Die Schmalspurbahnen im Harz sind keine Kleinbahnen!

Viele Eisenbahnfans bringen die Begriffe „Schmalspur“ und „Schmalspurbahn“ durcheinander und zählen alle Schienenbahnen zu den Schmalspurbahnen, deren Gleise zur Schmalspur zählen. Parkeisenbahnen, Feldbahnen, Bergbahnen und Straßenbahnen sind aber keine öffentlichen Eisenbahnen und somit auch keine Schmalspurbahnen.

Sicherheitsfahrschaltung (Sifa) Die Sicherheitsfahrschaltung ist eine technische Einrichtung, mit der die Dienstfähigkeit des Triebfahrzeugführers (Tf) überwacht wird. Mit ihr sind i. d. R. Fahrzeuge mit Diesel- / Elektroantrieb ausgerüstet, um die Ein-Mann-Besetzung ohne Beimann zu ermöglichen.
Während der Fahrt muss der Triebfahrzeugführer eine Hand- / Fußtaste in festen Zeitabständen kurz drücken bzw. loslassen. Wenn er das unterlässt, wird er akustisch / optisch darauf aufmerksam gemacht. Wenn dann keine Reaktion des Tf erfolgt, wird bei wegabhängiger Sifa nach einer bestimmten Fahrstrecke und bei zeitabhängiger Sifa nach einer bestimmten Fahrzeit eine Zwangsbremsung ausgelöst.
Sifa Abkürzung für Sicherheitsfahrschaltung
Signalisierter Zugleitbetrieb (SZB) Der SZB ist eine Weiterentwicklung des herkömmlichen Zugleitbetriebes (ZLB). Wie beim ZLB wird die Zugfolge durch Fahraufträge des Zugleiters geregelt. Durch dezentrale Sicherungstechnik, die entweder dezentral (z. B. vom Zug) oder zentral vom Zugleiter gesteuert wird, ist eine höhere Sicherheit gegeben. Es sind von der sicherungstechnischen Seite her Geschwindigkeiten bis 100 km/h zulässig.
Die vereinfachte Sicherungstechnik hat keine sicherheitsrelevante Bedeutung. Ein auf Fahrt stehendes Signal gilt nicht als Fahrauftrag. Es bestätigt dem Triebfahrzeugführer lediglich, daß der Fahrweg eingestellt ist. Deshalb werden die Signale erst nach Empfang des vom Zugleiter erteilten Fahrauftrags auf Fahrt gestellt.
SmVT Schmalspur-Verbrennungstriebwagen
Spurweite Die Spurweite ist das Grundmaß bei Gleisen von Zweischienenbahnen. Die Spurweite ist der kleinst Abstand zwischen den Schienenköpfen, welcher 0 mm bis 14 mm unter Schienenoberkante (SO) bei Normal- und Breitspur bzw. 0 mm bis 10 mm unter Schienenoberkante (SO) bei Schmalspur gemessen wird.
Als „Normalspur“ (Regelspur, Vollspur) gilt in Europa (1886 mit Berner Abkommen festgelegt) nach dem aus England stammenden Maß 4 Fuß 8½ Inch die Spurweite von 1 435 mm.
Bei kleineren Spurweiten spricht man von „Schmalspur“ / „Kleinspur“. Für die Spurweite von 1 000 mm ist die Bezeichnung „Meterspur“ gebräuchlich.
Größere Spurweiten nennt man „Breitspur“.
In gewissen Toleranzen sind Abweichungen (Spurverengungen bei neuen Gleisen und Spurerweiterungen in Gleisbögen oder durch Abnutzung) vom Grundmaß zulässig. Um das Zwängen der Räder in engen Gleisbögen zu vermindern, werden Spurerweiterungen angewandt. Bei Normalspur verlegt man die bogeninnere Schiene in Abhängigkeit vom Bogenradius mit bis zu 15 mm Spurerweiterung.
SZB Abkürzung für Signalisierter Zugleitbetrieb
Tfz Abkürzung für Triebfahrzeug(e)
Trapeztafel Die Trapeztafel ist ein Signal (Ne 1; bei der DR So 5). Es besteht aus einer trapezförmigen, weißen Tafel (lange Kante unten, kurze Kante oben) mit schwarzem Rand.
Auf Strecken mit dem Betriebsverfahren Zugleitbetrieb (ZLB) bzw. Signalisierter Zugleitbetrieb ersetzt die Trapeztafel die Einfahrsignale von Bahnhöfen. Das Vorbeifahren an der Trapeztafel ist nur zulässig, wenn der Zugleiter oder in dessen Auftrag das Zugperonal eines kreuzenden Zuges eine Fahrerlaubnis erteilt hat.
Triebfahrzeug (Tfz) Eisenbahnfahrzeug mit eigenem Antrieb zur direkten/indirekten Beförderung von Reisenden und/oder zum direkten/indirekten Transport von Gütern. Zu den Tfz gehören Lokomotiven und Triebwagen.
Triebwagen Triebfahrzeug (Wagen mit eigenem Antrieb), welches im Gegensatz zu einer Lokomotive direkt zur Personenbeförderung und/oder zum Gepäcktransport dient oder als Bahndienstfahrzeug genutzt wird.
Der Antrieb sowie Fahrgastraum, Gepäckraum bzw. Arbeitsraum/Werkstattraum befinden sich in einem Fahrzeug.
TÜV Technischer Überwachungsverein - autorisierte Firma zum Prüfen technischer Geräte, Anlagen, Maschinen usw.
Tw Abkürzung für Triebwagen
Überholen Auf den Eisenbahnbetriebsablauf bezogen bedeutet „Überholen“ das Vorbeifahren eines Zuges an einem in gleicher Richtung fahrenden Zug. Da zum Überholen mindestens zwei Gleise erforderlich sind, kann i. d. R. nur in Bahnhöfen überholt werden.
Umsetzen Bewegen einer aus ein bzw. mehreren Regelfahrzeugen (Lokomotiven, Triebwagen, Wagen) oder schweren Nebenfahrzeugen (Schneepfug, Baumaschine, …) bestehenden Rangierabteilung durch ein motorbetriebenes Fahrzeug
VEB Volkseigener Betrieb (staatseigener Betrieb in der DDR)
Vereinfachter Nebenbahndienst (VND) Als VND wird ein spezielles Verfahren zur Betriebsführung auf Nebenbahnen mit geringer Zugdichte und niedriger Höchstgeschwindigkeit bezeichnet. In jüngerer Zeit wird der Begriff „Zugleitbetrieb (ZLB)“ verwendet. Auf der Selketalbahn wurde der VND 1959 und auf der Harzquer- und Brockenbahn 1977 eingeführt.
VND Abkürzung für Vereinfachter Nebenbahndienst
Vollspur (Normalspur, Regelspur) siehe Spurweite
VT Verbrennungstriebwagen - Triebwagen mit Benzin-, Diesel- o.a. Verbrennungsmotor
ZLB Abkürzung für Zugleitbetrieb
Zug Züge sind aus ein bzw. mehreren Regelfahrzeugen (Lokomotiven, Triebwagen, Wagen) oder schweren Nebenfahrzeugen (Schneepfug, Baumaschine, …) bestehende Einheiten, die mit einem Motorfahrzeug (Lok, Triebwagen, …) bewegt werden (Zugfahrten), die vom Bahnhof auf die freie Strecke übergehen und nach einem vorgegebenen Fahrplan verkehren.
Das Ende eines Zuges muß mit einem Zugschlußsignal gekennzeichnet werden.
Alle Fahrzeuge des Zuges sind i. d. R. an die durchgehende Bremsleitung anzuschließen.
Zugfahrt Fahrt eines Zuges zwischen den im Fahrplan vorgegebenen Betriebsstellen (Bahnhöfe, Haltepunkte, Anschlußstellen)
Zugfahrten müssen nach einem vorgeschriebenen Betriebsverfahren abgewockelt werde, welches der Sicherheit dient und höhere Anforderungen als bei Rangierfahrten stellt. 
Die Harzer Schmalspurbahnen GmbH nutzt als Betriebsverfahren den Zugleitbetrieb (ZLB) und auf den dichter befahrenen Abschnitten Wernigerode – Drei Annen Hohne – Brocken und Nordhausen – Ilfeld-Neanderklinik den Signalisierter Zugleitbetrieb (auch als technisch gesicherten Zugleitbetrie bezeichnet).
Zlmst Abkürzung für Zuglaufmeldestelle
Zuggattung Eisenbahn­infra­struktur­unternehmen teilen die auf ihrem Streckennetz verkehrenden Züge nach deren verkehrlicher Bedeutung (Wertigkeit, Häufigkeit der Halte, Fahrplangeschwindigkeit, …) in so genannte Zuggattungen ein.
In der entsprechenden Konzernrichtlinie der DB Netz AG sind rund 1 000 Zuggattungen enthalten.
Die am häufigsten verkehrenden Zuggattungen der Deutschen Reichsbahn waren:
 
Abkür­zung Gattung
Personenverkehr (Pz)
IEx internationaler Expresszug
Ex Expresszug
D Schnellzug; hält nur auf einigen Unterwegsstationen
E Eilzug; beschleunigter Personenzug; hält nicht auf allen Unterwegsstationen
P Personenzug; hält auf allen Unterwegsstationen
Piw Personenzug
Pmg Personenzug mit Gütertransport
Po Postzug
Lr Leerreisezug
Lrz Leerreisezug zum Endbahnhof
Lrz Leerreisezug zum Ausgangsbahnhof
Güterverkehr (Gz)
TEEM Trans-Europa-Express für Güter
De Durchgangseilgüterzug
Dg Durchgangsgüterzug
Gag Ganzzug
N Nahgüterzug
Gmp Güterzug mit Personenbeförderung
Lg Leergüterzug
Lgg Leergüterzug mit gedeckten Güterwagen
Lgo Leergüterzug mit offenen Wagen
Dienstzüge (Dz)
Az Arbeitszug
Dstg Dienstgüterzug
Dstp Dienstpersonenzug
Hilfz Hilfszug
Lt Lokzug aus Triebwagen (Überführungsfahrt von ein oder mehr Triebfahrzeugen)
Lz Lokzug (Überführungsfahrt von ein oder mehr Triebfahrzeugen)
Lzv Lokzug vom Zug
Lzz Lokzug zum Zug

 
Auswahl von Zuggattungen bei der HSB:
Abkür­zung Gattung
N lokbespannter, offizieller Reisezug;
lokbespannter, mehrmals verkehrender Sonderreisezug (Zugnummer 8991);
lokbespannter, einmalig verkehrender Sonderreisezug (Zugnummer 89101 – 89699)
Nto Dieseltriebwagen als offizieller Reisezug (Zugnummer 8901 – 8990);
Straßenbahnzug (Zugnummern 8701 – 8739)
Nt Dieseltriebwagen als Somderreisezug (Zugnummer 89101 – 89699)
Ng Güterzug; auch Foto-Güterzüge
Dsts Dienstsonderzug; Lokzug oder Leerzug zur Überführung von Fahrzeugen
Prw Probefahrt / Abnahmefahrt im Zusammenhang mit der Fahrzeuginstandsetzung im Bahnbetriebswerk Wernigerode-Westerntor

Zlst Abkürzung für Zuglaufstelle
Zugkreuzung siehe Kreuzen
Zuglaufmeldestelle (Zlmst) Zuglaufmeldestellen sind die Zuglaufstellen, auf denen die beim Betriebsverfahren "Zugleitbetrieb (ZLB)" erforderlichen Zuglaufmeldungen abzugeben sind.
Die für einen Zug maßgebenden Zuglaufmeldestellen stehen im Buchfahrplan, in der Fahrplananordnung (beim Verkehren von Sonderzügen) oder werden vom Zugleiter per Befehl dem Zugpersonal bekanntgegeben.
Zuglaufstelle (Zlst) Zuglaufstellen sind die für die Regelung der Zugfolge maßgebenden Betriebsstellen (Bahnhöfe, Haltepunkte, …) einer nach dem Betriebsverfahren "Zugleitbetrieb (ZLB)" betriebenen Eisenbahnstrecke. Sie sind annähernd vergleichbar mit den Zugfolgestellen, welche jedoch eine entsprechende sicherungstechnische Ausstattung besitzen.
Die Zuglaufstellen, auf denen gemäß Buchfahrplan für einen Zug Zuglaufmeldungen abgegeben werden müssen, nennt man "Zuglaufmeldestellen".
Zugleiter (Zl) Als „Zugleiter“ wird der Betriebseisenbahner bezeichnet, der durch Erteilen von Fahrerlaubnissen und anderen Zuglaufmeldungen sowie Befehle den Zugverkehr auf Eisenbahnstrecken regelt, auf denen das Betriebsverfahren Zugleitbetrieb (ZLB) bzw. Signalisierter Zugleitbetrieb angewandt wird.
Zugleitbetrieb (ZLB) Der Zugleitbetrieb (früher auch „Vereinfachter Nebenbahndienst - VND"") ist ein spezielles Verfahren zur Betriebsführung auf Nebenbahnen mit geringer Zugdichte, welches auch auf der Selketalbahn angewendet wird. Beim ZLB wird die Zugfolge weitestgehend ohne aufwendige Sicherungstechnik geregelt. Das Streckennetz besteht aus einer oder mehreren Zugleitstrecken. Für die Regelung des Betriebs auf einer Zugleitstrecke ist ein Zugleiter (bei der DR früher auch als Dispatcher bezeichnet) zuständig. Er erteilt den Zügen / Rangierabteilungen Fahrerlaubnisse und Befehle. An den Zuglaufmeldestellen und bei Bedarf auch an den Zuglaufstellen (Bahnhöfe und andere festgelegte Stellen) müssen die Zugführer Zuglaufmeldungen (Ankunftsmeldungen, Verlassensmeldungen, Fahrwegsicherungsmeldungen, Abstellmeldungen) an den Zugleiter abgeben. Auf den Harzer Schmalspurbahnen erfolgt die Kommunikation mittels Bahnfunk in der Regel zwischen Zugleiter und Triebfahrzeugführer.
Bahnhöfe ohne Einfahrsignale sind mit Trapeztafeln (Signal So 5, neu Ne 1) ausgestattet. Wenn der Zugleiter keine Fahrerlaubnis bis in den Bahnhof hinein erteilt hat, muß der Zug vor dem Ne 1 anhalten. Bei einer Kreuzung kann der im Bahnhof stehende Zug durch Pfeifsignal Zp 6 (neu Zp 11; Pfiffe lang-kurz-lang =„k“ im Morsealphabet) einem vor dem Ne 1 stehenden Zug die Erlaubnis zur Einfahrt in den Bahnhof geben. Bei Bahnhöfen mit Rückfallweichen können bei Kreuzung beide Züge gleichzeitig einfahren.
Der Zugleiter für die Selketalbahn war bis zum 31.10.2004 gleichzeitig der Fahrdienstleiter in Alexisbad (seit 01.11.2004 Aufgaben an Zugleiter in Nordhausen Nord mit übertragen). Der Zugleiter für die Brockenbahn und die Harzquerbahn bis Benneckenstein (ausschließlich Bahnhof) sitzt in Wernigerode-Westerntor. Für den Bereich Benneckenstein (einschließlich Bahnhof) – Nordhausen Nord ist der Zugleiter in Nordhausen Nord zuständig. Seit 1980 erfolgt die Kommunikation zwischen Zugpersonal und den Zugleitern mit Bahnfunk. 
Eine Weiterentwicklung des ZLB stellt der Signalisierte Zugleitbetrieb (SZB) dar. 
Auf Grund der hohen Zugdichte auf der Relation Wernigerode – Brocken hat die HSB diese Streckenabschnitte mit Signalen, Achszählern u. a. ausgestattet. Beim Zugleiter in Wernigerode-Westerntor wurde ein elektronisches Stellwerk installiert. Die von der HSB praktizierte Form der Betriebsführung wird als „technisch gesicherter Zugleitbetrieb" bezeichnet. Auf Zuglaufmeldungen wird weitestgehend verzichtet.
Der im Vorortverkehr stark frequentierten Abschnitt Nordhausen – Ilfeld Neanderklinik (Stadtbahnlinie 10) erhielt eine sicherungstechnische Ausstattung analog zur Strecke Wernigerode – Brocken und ein elektronisches Stellwerk (Aufnahme des regulären Betriebs am 01.05.2004 nach Testbetrieb), welches vom Zugleiter in Nordhausen Nord mit bedient wird.

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zuletzt aktualisiert am 
© Freundeskreis Selketalbahn e. V.