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Museum „Anhaltische Harzbahn“

Öffnungszeiten

Kernstück des Museums „Anhaltische Harzbahn“ ehemaliger Güterschuppen (1)
Kernstück des Museums „Anhaltische Harzbahn“ ehemaliger Güterschuppen (1)
Foto: Klaus Gottschling

Das Museum hat geöffnet:
April bis Oktober, samstags von 10 bis 17 Uhr.
 
An den Samstagen, an denen wir Sonderfahrten durchführen, kann es vorkommen, dass das Museum geschlossen ist. Bitte nehmen Sie daher vorher mit uns Kontakt auf.

Für Gruppen sind nach Absprache auch Führungen zu anderen Zeiten möglich.

Kontakt:
Stefan Göbel
Tel.: 039296 50007 und ab 18 Uhr 0176 83050262
Kontaktformular
museum@freundeskreis-selketalbahn.de

Das Museum befindet sich im westlichen Teil des Bahnhofs Gernrode (Harz), wo die Züge von/nach Quedlinburg vorbei fahren.
Informationen zur Anreise


Museumszweck

Das vom FKS aufgebaute Museum soll den Besuchern anhand von Gegenständen und Fotos Einblick in die Geschichte des heutzutage als „Selketalbahn“ bekannten Teils des Streckennetzes der Harzer Schmalspurbahnen geben.

Am 7. August 1887 eröffnete die Gernrode-Harzgeroder Eisenbahn-Gesellschaft (GHE) mit der Strecke Gernrode – Mägdesprung die erste Schmalspurbahn im Harz. In den Jahren bis 1905 wurde das Streckennetz schrittweise erweitert (siehe Geschichte).
Da sich anfangs die Strecken der GHE nur auf dem Territorium des Herzogtums Anhalt befanden, wurde das Streckennetz als „Anhaltische Harzbahn“ bezeichnet.
Erst nachdem im April 1946 bis auf ein Reststück die Strecken der GHE als Reparation für die Sowjetunion abgebaut und ab Herbst 1946 bis 1950 mühsam, teilweise wieder aufgebaut wurden, verbreitete sich im Volksmund der Beiname „Selketalbahn“.
Weil sich unser Museum auch der Geschichte vor 1946 widmet, haben wir für das Museum den Namen „Anhaltische Harzbahn“ gewählt.

Am 28. Juni 2008 wurde mit einer Festveranstaltung das Museum feierlich eröffnet (siehe Meldung vom 28.06.2008).

Museumskomplex

Sammlung von Schienenstücken mit Walzzeichen, Gleisbauwerkzeugen, Messgeräten und Signaltafeln
Sammlung von Schienenstücken mit Walzzeichen, Gleisbauwerkzeugen, Messgeräten und Signaltafeln
Foto: Klaus Gottschling
Ausstellungsraum mit vielen historischen Fotos an den Wänden
Ausstellungsraum mit vielen historischen Fotos an den Wänden
Foto: Klaus Gottschling

Ehemaliger Güterboden

Kernstück des Museums ist der ehemalige Güterboden der GHE. In den zwei Räumen sind unter anderem zu sehen:

  • Sammlung von Schienenstücken mit Walzzeichen,
  • Gleisbauwerkzeug und -messgeräte,
  • Signaltafeln,
  • Sammlung von Fahrkarten,
  • Fahrkartendrucker,
  • bahndienstliche Unterlagen,
  • Fotos und Postkarten.

Wellblechbude
Wellblechbude
Foto: Klaus Gottschling

Wellblechbude

Die Wellblechbude stammt nicht von der Selketalbahn. Der Typ von Wellblechbuden, den wir besitzen, wurde meist als Umhausung von Gleiswaagen verwendet.
Auf dem Bahnhof Straßberg gab es früher eine größere Wellblechbude, die als Lagerraum diente.
In unsere Wellblechbude befindet sich der vom Bahnhof Alexisbad stammende „Wasserknecht“. Dabei handelt es sich um eine mit Elektromotor angetriebene Kolbenpumpe. Mit ihr wurde einst Wasser für die Wasserkräne im Bahnhof Alexisbad aus der Selke gepumpt.


Bahnmeisterbude
Bahnmeisterbude
Foto: Klaus Gottschling

Bahnmeisterbude

Das kleine Fachwerkhäuschen stand einst im Bahnhof Alexisbad und diente der Bahnmeisterei als Unterkunft und Lagerraum.
In einer spektakulären Aktion (siehe Meldung vom 20.05.2000) wurde im Mai 2000 die ehemalige Bahnmeisterbude von Alexisbad nach Gernrode transportiert.
Auf dem Freigelände neben der Bahnmeisterbude liegt ein Stück Gleis, um an verschiedenen Arten von Eisenbahnschwellen die unterschiedlichen Oberbauformen (Arten der Schienenbefestigung) zu dokumentieren.


Feldschmiede
Feldschmiede
Foto: Klaus Gottschling

Feldschmiede

Der Haltepunkt Sternhaus-Haferfeld war vor langer Zeit ein Bahnhof und besaß eine Wartehalle. Etwa in den 1920er Jahren wurde die Wartehalle abgetragen und aus deren Teilen im Bahnhof Gernrode für Reparaturen die so genannte Feldschmiede errichtet.
Zuletzt (bis 1995) diente das Fachwerksgebäude als Aufenthaltsraum für die Wagenreiniger.
1997 begann der FKS mit einer grundlegenden Instandsetzung und dem Herrichten des Inneren für museale Zwecke.
In einem Raum ist die Schmiede mit historischen Werkzeugen nachgestaltet.


Sammlung von Wagen von der Briefwaage bis zur Kartoffelwaage
Sammlung von Wagen von der Briefwaage bis zur Kartoffelwaage
Foto: Ditmar Deicke

Wagenkasten mit Waagensammlung

Von dem vierachsigen, gedeckten Güterwagen Nr. 93 der GHE (Nr. 99-71-06 bei der DR) ist nur noch der Wagenkasten erhalten.
Der Wagenkasten dient als Ausstellungsraum für die Sammlung von Waagen von der Briefwaage bis zur Gepäckwaage.


„Villa Wilfried“
„Villa Wilfried“
Foto: Klaus Gottschling

„Villa Wilfried“

Nachdem das Verwaltungsgebäude der GHE im Bahnhof Gernrode nicht mehr als Sitz der Bahngesellschaft genutzt wurde, diente es als Wohngebäude für Eisenbahner­familien. Zur Selbstversorgung der Bewohner gab es ein kleines Gebäude mit Schweinestall und Heuboden. Seit Jahren stand das Gebäude leer.
Ein Mitglied des FKS brachte die Idee ein, das Gebäude als Übernachtungsmöglichkeit für Vereinsmitglieder herzurichten. Der ehemalige Schweinestall und der Heuboden wurden umgebaut.
Heute ist die „Villa Wilfried“ Teil des Museums. In den zwei Räumen sind Alltagsgegenstände aus DDR-Zeiten ausgestellt.


zukünftige Erweiterungsfläche (rechts) zum Aufstellen von Wagen
zukünftige Erweiterungsfläche (rechts) zum Aufstellen von Wagen
Foto: Steffen Rienecker
zukünftiges Ausstellungsobjekt: vierachsiger, gedeckter Güterwagen 99-71-05
zukünftiges Ausstellungsobjekt: vierachsiger, gedeckter Güterwagen 99-71-05
Foto: Klaus Gottschling

Erweiterungsfläche

In mehreren Arbeitseinsätzen und mit Unterstützung von Sponsoren hat der FKS eine verunkrautete Fläche vom Bewuchs befreit, Gleisschotter verteilt und Gleise verlegt.
Zukünftig sollen auf den Gleisen vier Wagen aufgestellt und äußerlich aufgearbeitet werden, die zur Zeit noch im Bereich der ehemaligen Umladung des Bahnhofs Gernrode stehen.


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Fotogalerie zum Museum

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© Freundeskreis Selketalbahn e. V.