Dieselloks 199 010 - 199 012

Diesellok BR 199.01

Kleindieselloks 199 010 bis 199 012


Konstruktion

Allgemein:
Umbau aus normalspurigen Kö  II
Lokkasten:
aus Blechen; Führerhaus anfangs mit offenen Seitentüren und -fenstern, bei Modernisierung geschlossenes Führerhaus mit Drehtüren und Schiebefenstern
Rahmen:
Außenrahmen aus Blechen
Laufwerk:
im Rahmen gelagerte angetriebene Achsen mit Rollenlagern
Antrieb:
ursprünglich verschiedene Dieselmotoren bzw. bei Kb 4325 Benzinmotor; ab ca. 1974 wassergekühlter 4-Takt-6-Zylinder-Dieselmotor 6 KVD 14,5 SRW, 92 kW (125 PS); mechanisches Getriebe; Kraftübertragung vom Getriebe auf die Achsen durch Rollenketten
Bremsausrüstung:
Fußhebelbremse für Lok; später Nachrüstung Druckluftbremse (nicht für Lok wirksam)
Elektrik:
24-V-Bordnetz

 

Foto

Kö II 199 010 - 12,0/74,1 KB
Schmalspur-Kleindiesellok 199 010
Foto: Klaus Gottschling
Vergrößern 74,1 KB

Daten
Betriebsnummern 1) Kb 4325 (1934) - 100 325 (1970) - 199 010 (1984)
Kö 4636 (1935) - 100 639 (1970) - 199 011 (1991)
Kö 4113 (1933) - 100 213 (1970) - 199 012 (1991)
Hersteller Berliner Maschinenbau AG (BMAG, vorm. Schwarzkopf) (010, 012)
Jung, Jungenthal (011)
Baujahr(e) 1933 (012), 1934 (010), 1935 (011)
Fabriknummer(n) 10224 (010), 5666 (011), 10164 (012)
Typ Kö II
Kurzbezeichnung 4) B dm
Umbau Raw "Ernst Thälmann" Halle
Umbau-Baujahr(e) 1984 (010), 1991 (011, 012)
Motor *) VEB Dieselmotorenwerk Schönebeck, wassergekühlter 4-Takt, 6-Zylinder-Diesel, Reihenmotor, 6 KVD 14,5 SRW, 92 kW (125 PS)
Getriebe 4-Gang-Zahnradgetriebe
Leermasse ?
Dienstmasse
(2/3 Vorräte)
16,0 t
Länge über Puffer
(LüP)
6450 mm
Höhe über SO ?
Achsstand (gesamt) 2506 mm
Raddurchmesser ?
Kraftstoffvorrat 110 l
Zugkraft 39,2 kN
Höchstgeschwindigkeit
(vorw./rückw.)
30/30 km/h
kleinster befahrbarer
Gleisbogen
?
Bremse Druckluftbremse (nicht für Lok wirksam); Fußhebelbremse für Lok
*) bei DR Originalmotor ersetzt

Lok-Lebenslauf

1932 legten die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft (DRG) und mehrere Lokomotivhersteller die grundsätzlichen Forderungen für eine einheitliche Kleinlok der Leistungsklasse II (40 PS bis 100 PS) fest. Von 1933 bis 1944 wurden in verschiedenen deutschen Lokfabriken Kleinloks mit Benzinmotor, Diesel-("Öl-")motor oder Gasmotor sowie verschiedener Art der Kraftübertragung gebaut. Die Loks mit Zahnradgetriebe erhielten die Typenbezeichnung "Kö  II".

Zu Ende des zweiten Weltkrieges und in den Nachkriegsjahren standen die Kö  aufgrund von Treibstoffmangel meist ungenutzt und manchmal auch beschädigt herum. Ab 1950 begann das Raw Dessau mit der Aufarbeitung der Kleindieselloks der Deutschen Reichsbahn. Dabei wurden die Motoren gegen Lkw-Motoren mit 115 PS bis 120 PS Leistung ausgetauscht. Bei späteren Raw-Aufenthalten erhielten die Loks einen geschlossenen F&uclass="nrm"uml;hrerstand. Einige Kö  rüstete man mit Druckluftbehälter und Führerbremsventil zum Bremsen der Wagen nach.
Im ab 1970 angewandten EDV-Nummernschema der DR wurden die dieselmechanischen Kleinloks in die Nummern von 100 100 bis 100 799 eingeordnet.
Ab Mitte der 1970er Jahre gelangten Dieselmotoren vom Typ 6 KVD 14,5 SRW (125 PS) zum Einbau.

1983 baute das Reichsbahnausbesserungswerk "Ernst Thälmann" Halle zwei Kleinloks auf 1000 mm Spurweite um. Die als 199 003 und 199 004 bezeichneten Loks setzte man ab 1984 auf der Industriebahn Halle ein.
1984 wurde Lok 100 325 zur 1000 mm-Lok 199 010 umgebaut und mit einem orangen Anstrich versehen. Die Schmalspur-Diesellok kam zu den Harzer Schmalspurbahnen. Erst 1991 baute das Raw Halle die 100 639 in 199 011 und 100 213 in 199 012 für den Einsatz auf den Schmalspurbahnen im Harz um. Wegen des Lichtraumprofils der Schmalspurbahn wurden bei 199 010 – 199 012 die Führerhäuser unten mehr eingezogen (Rundung bereits oberhalb des Fußbodens vom Führerstand beginnend) und die seitlichen Rangiertritte schmaler gemacht.

Die Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) übernahmen 1993 alle drei Schmalspur-'s.
Nur noch die 199 011 wird für Rangierarbeiten in der Betriebswerkstatt Wernigerode-Westerntor eingesetzt.2 Die beiden anderen Maschinen sind z-gestellt.

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zuletzt aktualisiert am  © Freundeskreis Selketalbahn e. V.