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Güterwagen
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Wagennummern der Güterwagen

  
O-Wagen - 8/51 KB
offener Wagen mit DR-Beschriftung
Foto: Klaus Gottschling   Vergrößern 51 KB
 
Die GHE hatte in ihrem letzten Nummernplan die Personenwagen beginnend mit der "1" numeriert. Die Güterwagen erhielten Nummern ab "71". Die NWE hatte nach vorangegangenen Umnummerierungen die Personenwagen auch mit der "1" beginnend numeriert. Die Güterwagen erhielten in dem letzten Nummernplan Nummern ab "200". Durch Neuordnung der Nummern erhielten einige Wagen in Zweitbelegung ("II") die Nummer von bereits ausgemusterten Wagen.

Ebenso wie die Reisezugwagen hatte die DR im Jahr 1950 den Bestand an Schmalspurgüterwagen neu erfaßt und numeriert. Die Wagennummer setzte sich aus einer Kennzahl für die Spurweite ("7" für 750 mm und "10" für 1000 mm) sowie einer hinter einem Punkt stehenden drei bzw. vierstelligen Ordnungsnummer zusammen. Da bereits 1951 ein neues Nummernschema für die Schmalspurgüterwagen erarbeitet wurde, schrieb man diese Wagennummer in den seltensten Fällen an die Wagen an.

Das 1951 eingeführte Nummernschema basiert auf einer sechsstelligen Wagennummer, die aus drei mit Bindestrich abgetrennten Gruppen von zwei Ziffern besteht. Die ersten beiden Ziffern kennzeichnen die Spurweite (siehe Tabelle). Die zweite Zifferngruppe wurde in Blöcken den Reichsbahndirektionen (Rbd's) zugeteilt. Die Rbd's waren für die Aufteilung der ihnen zugeordneten Stammnummern zuständig. Sie vergaben auch die Ordnungsnummern (dritte Zifferngruppe). Die Rbd Magdeburg nutzte die Stammnummern zur groben Einteilung nach Wagengattungen.

Im Wesentlichen hat die HSB das Nummernschema von 1951 beibehalten.

Zusammenhang zwischen Stammnummer und Spurweite

Stammnummer Spurweite
96–.. 600 mm
97–.. 750 mm
98–.. 900 mm
99–.. 1000 mm

Zusammenhang zwischen Stammnummer und Rbd für 1000 mm Spurweite (Auszug)

Stammnummer Rbd
99–01–.. bis 99–19–.. Rbd Magdeburg
  99–01–.. Rollböcke
  99–02–.. gedeckte Wagen (G)
  99–03–.. offene Wagen (O)
  99–04–.. Drehschemelwagen , Flachwagen, Rungenwagen (H, R, S)
  99–05–.. ...
  99–06–.. Rollwagen
  99–07–.. ...
  99–08–.. ...
  99–09–.. Bahndienstfahrzeuge (Gerätewagen, Schneepflüge, ...)
99–20–.. bis 99–29–.. Rbd Erfurt
99–30–.. bis 99–39–.. Rbd Greifswald
99–40–.. bis 99–49–.. Rbd Dresden
99–50–.. bis 99–59–.. Rbd Cottbus
99–60–.. bis 99–69–.. Rbd Erfurt
99–70–.. bis 99–79–.. Rbd Magdeburg
99–80–.. bis 99–89–.. Rbd Halle

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Güterwagengattungen

Für die verschiedenen zu transportierenden Güter hatten die Bahnverwaltungen entsprechend Güterwagen verschiedenster Bauarten beschafft. Die Haupt- und Nebengattungszeichen dienen der groben Einteilung der Wagen nach Bauarten. In der nachfolgenden Tabelle werden die an Wagen der HSB vorzufindenden Gattungszeichen erläutert.

Hauptgattungszeichen
Zeichen Bedeutung
G gedeckter Wagen; zwei-/dreiachsig
GG gedeckter Wagen; vierachsig
H Drehschemelwagen; zweiachsig
O offener Wagen zweiachsig
OO offener Wagen vierachsig
Rf2 Rollbock
Rf4 Rollwagen
R Rungenwagen mit 40 cm hohen aushängbaren Stirn- und Seitenwänden; zweiachsig
RR Schwerlastwagen mit umlegbaren Stirn- und Seitenwänden; vier oder mehr Achsen
S Flachwagen mit abnehmbaren Stirnwänden und eisernen Rungen; zweiachsig
SS Flachwagen mit abnehmbaren Stirnwänden und eisernen Rungen; vier oder mehr Achsen
ZZ Kesselwagen; vierachsig
Z Kesselwagen; zwei-/dreiachsig
Nebengattungszeichen
Zeichen Bedeutung
c Holzwände höher 130 cm bis 190 cm
l Gl Ladefläche 26 m²
Ol Ladelänge 10 m
SSl Ladelänge 18 m
m Lademasse 20 t
p Gp - Eigenmasse 16 t; dreiachsig
Op - nicht kippfähig
rd Zwischenwagen für Rollbockzüge
w G, O, S, H Lademasse < 15 t
GG, OO Lademasse < 30 t
SS Lademasse < 35 t

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