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zu Strecke und Fahrplan

28.12.2018   Neues von der „Gläsernen Werkstatt“ der HSB

Schon längere Zeit plant die HSB den Bau einer neuen Fahrzeugwerkstatt (siehe Meldung vom 27.10.2015). Dafür gibt es mehrere Gründe.
Eisenbahnfahrzeuge müssen nach § 32 der Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung (EBO) nach spätestens acht Jahren eine Hauptuntersuchung (HU) (Auseinandernehmen, Begutachten, Ersetzen verschlissener Teile, Zusammenbauen) erhalten. Die Kessel der Dampfloks müssen spätestens aller vier Jahre eine Hauptuntersuchung erhalten (EBO § 33). Der Platz und die technische Ausstattung der HSB-Werkstatt (1920 von der NWE errichtet) am Bahnhof Wernigerode-Westerntor reicht für die anstehenden Reparaturen und Hauptuntersuchungen an Lokomotiven, Triebwagen und Wagen nicht aus. Deshalb lässt die HSB die HU an ihren Dampfloks zu einem großen Teil im Dampflokwerk Meiningen der DB Fahrzeuginstandhaltung GmbH durchführen. Der Transport per Straßentieflader von/nach Thüringen kostet Geld und Zeit. Als nahezu Monopolist hat das Dampflokwerk im Vergleich zu 1993 die Preise mehr als verdoppelt. Im Gegensatz dazu haben sich die Dauer verlängert und die Qualität der HU in den letzten Jahren verschlechtert.

Die neue Werkstatt der HSB soll für Besucher zugänglich sein. Deshalb spricht die HSB von „Gläserner Werkstatt“.
Im Jahr 2015 hatte die HSB am Bahnhof Wernigerode-Westerntor eine Fläche von 25 000 m² (ehemaliges Ochsenteichgelände) erworben.
Der Bau soll ca- 10,5 Mio. EURO kosten.
Zur Zeit liegen die Bauplanungen zur Prüfung durch den Landkreis Harz in Halberstadt. Die HSB hofft auf baldige Baugenehmigung, um die Bauleistungen europaweit ausschreiben und Ende 2019 mit dem Bau beginnen zu können. Dann wäre mit einer Inbetriebnahme im Jahr 2021 zu rechnen.
Durch die neue Werkstatt erhofft die HSB jährliche Einsparungen von 2 Mio. EURO.