Neuigkeiten

zu Fahrzeugen

01.02.2009  Land Sachsen-Anhalt zahlt 350 000 € für Aufarbeitung von Lok 95 1027

Diese Meldung hat nicht direkt mit den Schmalspurbahnen im Harz zu tun aber indirekt. Die Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) soll als Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) Sonderfahrten mit Lok 95 1027 auf der Rübelandbahn bestellen und durchführen.

Um die Rübelandbahn (Strecke Blankenburg/Harz – Rübeland) touristisch zu nutzen, soll es auch künftig Sonderfahrten geben. Damit diese Züge mehr Anziehungskraft erhalten, ist die Bespannung mit einer Dampflok vorgesehen. Aus diesem Grund fördert das Land Sachsen-Anhalt die betriebsfähige Aufarbeitung von Lok 95 1027 mit 350 000 €.

Die Lok 95 1027 (bis 1970 Lok 95 027) gehört zur ehemaligen Gattung "pr. T 20". Die Preußische Staatseisenbahnverwaltung ließ für den Einsatz auf ihren Strecken in Thüringen nach Vorbild der 1‘E1‘h2t-Loks der Halberstadt-Blankenburger Eisenbahn AG (HBE) eine Tenderlok entwickeln. Die Auslieferung erfolgte dann schon unter der Deutschen Reichsbahn (DR). Die 45 von der A. Borsig G. m. b. H. und von der HANOMAG Hannoversche Maschinenbau AG vormals Georg Egestorff gelieferten Maschinen ordnete die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft (DRG) in die Baureihe 950 ein. Bis zur Elektrifizierung der einst zur (HBE) gehörenden Strecke Blankenburg – Rübeland – Königshütte (Rübelandbahn) setzte die DR neben den Loks der BR 9566 auch Loks der BR 950 ein. So war Lok 95 027 von 1950 bis 1969 beim Bw Blankenburg/Harz beheimatet. Danach wurde sie dem Bw Probstzella (Thüringen) zugeordnet. Im Jahr 1982 erfolgte die Aufarbeitung als betriebsfähige Museumslok sowie der Rückbau von Öl- auf Rostfeuerung. Seit 1992 stand die Lok im Bw Arnstadt/hist. Aufgrund eines Kesselschadens erfolgte 1994 die Abstellung.
Anfang 2009 wurde Lok 95 1027 in das Dampflokwerk Meiningen überführt. Voraussichtlich im Oktober 2009 soll die Hauptuntersuchung abgeschlossen sein. Die Lok will man dann zu Sonderfahrten in Thüringen und im Harz einsetzen.

Mit Lok 95 6676 existiert noch eine Lok der ehemaligen (HBE). Als Gründe dafür, warum man nicht diese Maschine zur Aufarbeitung ausgewählt hat, wird auf die mit 50 km/h geringere Höchstgeschwindigkeit gegenüber den 65 km/h der 95 1027 und deren daher flexibleren Einsatzmöglichkeiten verwiesen. Unter Umständen trug auch die Tatsache zu dieser Entscheidung bei, dass Lok 95 6676 zum Bestand des Verkehrsmuseums Dresden gehört.

Pressemitteilungen:

Rund 350.000 Euro für Restaurierung alter Dampflok (Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr Sachsen-Anhalt – Pressemitteilung Nr.: 158/08; 17.12.2008)

350 000 Euro für eine Dampflok als Attraktion der Rübelandbahn (Nachrichtenarchiv Stadt Elbingerode/Harz)

Die (Elektro-)Bahn kommt (Sachsen-Anhalt ABC 23.01.2009)

zum Seitenanfang

Lok 99 1027 vor einem Sonderzug auf der Rübelandbahn am 02.07.1983 (2)
Lok 99 1027 vor einem Sonderzug auf der Rübelandbahn am 02.07.1983 (2)
Foto: Siegmar Frenzel
Rauchkammeransicht von Lok 99 1027 nach dem Umsetzen vor einem Sonderzug auf der Rübelandbahn am 02.07.1983
Rauchkammeransicht von Lok 99 1027 nach dem Umsetzen vor einem Sonderzug auf der Rübelandbahn am 02.07.1983
Foto: Siegmar Frenzel
Lok "Mammut" (95 6676), ausgestellt im Bahnhof Blankenburg am 02.07.1983 (Rauchkammeransicht)
Lok "Mammut" (95 6676), ausgestellt im Bahnhof Blankenburg am 02.07.1983 (Rauchkammeransicht)
Foto: Siegmar Frenzel

Hinweise:
Durch Anklicken der Bilder werden diese in vergrößerter Ansicht angezeigt.

zum Seitenanfang

zuletzt aktualisiert am 
© Freundeskreis Selketalbahn e. V.